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Radio Micro-Europa


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Befremdungen. Beiträge zum viralen Studienalltag.

"Schon wieder Corona?" "Ja, leider immer noch." Die Pandemie trifft nicht nur Kitas, Schulen, Büros und den Einzelhandel - auch Studierende sind stark vom Lockdown betroffen: keine Konzerte, kein Theater, keine organisierte Feierei - mal abgesehen davon, dass unser aller Augen schon ganz viereckig vom Vorlesung-Glotzen sind. Zeit für ein paar erfrischende Einblicke in eine Welt außerhalb des Zoom-Besprechungs-Raums. Denn dass sich diese auch mit Corona weiterdreht, das zeigen sieben aufgeweckte Studierende der Uni Tübingen vom Seminar für Allgemeine Rhetorik in ihren Beiträgen zum viralen Studienalltag.

Radio Micro-Europa – der Tübinger Campusfunk: Sendung (354) „Befremdungen. Beiträge zum viralen Studienalltag“ am Sonntag, den 28. März 2021 von 12 bis 13 Uhr im Freien Radio Wüste Welle 96,6 – Kabel: 97,45 Mhz, auch als Live Stream im Internet

 

Der Link zum Anhören im Internet:

https://www.wueste-welle.de/broadcasts/livestream

Der Link zu unserer Mediathek:

http://vergil.uni-tuebingen.de/microeuropa 

 

Moderation: Thomas Friedrich und Nathalie Waldenspuhl

Autor*innen: Thomas Friedrich, Marianne Leineweber, Nils Lötschert, Tabea Muff, Julian Schneider, Anna Verena Völker, Nathalie Waldenspuhl

 

Technik: Sergej Maltsev

Redaktion: Reinold Hermanns, Ulrich Hägele

 

 

Inhalt der Sendung

 

01

Das Virus scheint lernfähiger als es vielen von uns, Politikern vorneweg, denkmöglich erscheint; zumal sein virtuoses Hase- und Igel-Spiel immer wieder für großblauäugiges Staunen sorgt: so klein und doch so oho! Was uns indes bleibt, ist der Galgenhumor – die beste Medizin gegen eine verkehrte Welt. Ein Befund von Marianne Leineweber.

02

Früher, in der wirklichen Wirklichkeit, war manches doch etwas einfacher, verständlicher, be-greiflicher. Bei der unwirklichen Wirklichkeit blicken wir immer weniger durch. Werden aber umgekehrt im gleichen Maße immer durchschaubarer, verfügbarer, irgendwie unwirklicher...
Nathalie Waldenspuhl hat dem „Treffpunkt Clubhouse“ einen Gedanken-Besuch abgestattet. 

03

Die Tierliebe vieler Zeitgenossen geht bekanntlich nicht nur durch den Magen, sondern erfüllt auch ihre Sinne, Herzen und Gemüter.  Aber auch der Verstand weiß sich als höchste Krone der Schöpfung die Liebe zu den Mit-Lebewesen trefflich zunutze zu machen, und sie zur Schau zu stellen - je digitaler, desto inniger, aber auch befremdlicher, gibt Tabea Muff zu bedenken.

04

Man hört es immer wieder und mag es nicht mehr hören, immer häufiger wird es gesagt, doch immer seltener beherzigt: ein Gerede ist in der Welt, dass Gott (der auch den Pawlowschen Hund schuf) erbarm‘. Höchste Zeit, ernst zu nehmen, was Julian Schneider für und von uns einfordert – in einem Kommentar zur schwindenden Diskussionskultur in Deutschland.

05

Das mag nicht jede – r – Frau – Mann gerne hören, aber es ist nun einmal so, dass der / die ein – oder ander – e  nicht so recht was anzufangen weiß mit neuen Regeln, die jede – r  beherzigen soll, der / die in den Medien zum Beispiel oder in der Universität als Professor – in, Dozent – in, oder Student – in tätig zu sein imstande ist. Was den Stand der gendergerechten Sprache angeht, so hat die – der? – Person Thomas Friedrich eine sehr dezidierte Meinung: dass nämlich Wirklichkeit Sprache schaffe.   

06

Getz ma ährlich, Leute: Kommse hierhin, leebs hier schon paar Jährchen, findes‘ die Sprache klasse, die Leute prima, alles astrein – un dann stellze fest: die genieren sich zu sein, wie se sind, nur weil se nich son Hochdeutsch könn’n wie unserein’n. Wat soll dat denn!? Dat muss sich ändern, meint Nils Lötschert, aber sowat von!

07 

Nix wie weg hier! War die Parole der Weitgereisten, Vielflieger und Erlebniskosmopoliten der letzten Jahrzehnte, zum Wohle der Touristikbranche, zum Weh von Natur und Umwelt. Das schädliche Virus könnte uns, dies der mögliche Kollateralnutzen der Pandemie, unfassbar Neues lehren: Bescheidenheit. Einfach mal auf dem Boden bleiben! Auf dem der Tatsachen sowie des erheblich näheren Umkreises – meint Anna Verena Völker.  

 

Musik:

 

01 Modest Mussorgsky – Bilder einer Ausstellung (1994)

02 Kenny Logins – Footloose (1984)

03 Baha Men – Who let the dogs out? (2000)

04 Matthias Weiß – Eigene Meinung (2016)                                               

05 New York Jazz Lounge – I don’t Mean a Thing (2017)

06 Füenf – Mir im Süden (2014)

07 Antonio Vivaldi – Sommer/Vier Jahreszeiten (2010)

08 Stan – Whole World Around Your Heart (2003)

09 New York Jazz Lounge – Autumn Leaves (2017)


Audio

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Sendung_354_Befremdungen-_Beitraege_zum_viralen_Studienalltag_Teaser.mp3



Sendetermine

Radio Micro-Europa

28.03.2021 12 Uhr

Radio Micro-Europa

01.04.2021 16 Uhr




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