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75 Jahre Kriegsende

Wir blicken zurück auf eine schwere, schlimme Zeit vor 75 Jahren. Der zweite Weltkrig. Und damit ihr hautnahe Einblicke bekommt, hat unser Chefredakteur Uli über mehrere Jahre Zeitzeugen interviewt. So auch Hertha Oeser aus dem Teaser, die uns ihre Geschichte erzählt. Hört rein und seid gespannt !

Radio Micro-Europa: Sendung (284) „75 Jahre Kriegsende“ am Sonntag, den 10. Mai 2020 von 12 bis 13 Uhr im Freien Radio Wüste Welle 96,6 – Kabel: 97,45 Mhz, auch als Live-Stream im Internet.

 

Der Link zum Anhören im Internet: https://www.wueste-welle.de/broadcasts/livestream

Der Link zu unserer Mediathek: http://vergil.uni-tuebingen.de/microeuropa/

Wiederholung am 14.05. von 16 bis 17 Uhr

 

Moderation und Autor: Ulrich Hägele

Technik: Klaus Klein

 

 

Inhalt der Sendung:

In der Neckaralb-Region ging der Krieg in den Tagen vom 18. bis zum 20. April 1945 zu Ende. Französische Truppen zogen vom Schwarzwald kommend über das Ammertal in Richtung Tübingen. Die großen Brücken über den Neckar – die Alleenbrücke und die Neckarbrücke der Umgehungsstraße in Lustnau hatten die Nazis kurz zuvor gesprengt. An der Eberhards-Brücke im Tübinger Zentrum waren bereits Sprengladungen angebracht. Die bedingungslose Kapitulation erfolgte dann am 8. Mai 1945.

Der Tübinger Medienwissenschaftler Ulrich Hägele und Leiter des Campusfunks Micro-Europa hat zwischen 2011 und 2020 mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen über das Kriegsende gesprochen. Armgard und Oda Lust waren die Töchter von August Lust – später lange Zeit Kunstlehrer am Wildermuth-Gymnasium. Hertha Oeser, geborene Kleinfeldt, lebte mit ihrer Familie in Mönchengladbach. Als dort die Front immer näher kam, fuhr sie mit den beiden Töchtern im Frühjahr 1945 auf der Ladefläche eines Lastwagens in ihre Heimatstadt Reutlingen. Hertha Oeser hatte ein langes Leben. Sie starb 2016 kurz vor ihrem 111. Geburtstag. Ihr Neffe Volkmar Kleinfeldt erlebte das Kriegsende in seinem Elternhaus in der Tübinger Mühlstraße. Er ist der Sohn des Fotografen Walter Kleinfeldt. Der war einige Tage vor dem Einmarsch mit ein paar Männern vom Volkssturm in den Schönbuch gezogen, um an einer Wegkreuzung unterhalb der Königsjagdhütte die Franzosen aufzuhalten – eine sinnlose und für Walter Kleinfeldt tödliche Aktion.

Nicht alle Zeitzeuginnen und Zeitzeugen waren im April und Mai 1945 in der Region. Günther Dohmen – seit den 1960er-Jahren Pädagogikprofessor an der Uni – leistete seinen Kriegsdienst in Österreich und wurde in den letzten Kriegstagen schwer am Unterkiefer verletzt. Anne Keuler arbeitete als Einzelhandelskaufrau in Ravensburg. Eva Gorgus und Barbara Lipps-Kant mussten ihre Heimat im Osten verlassen. Eva Gorgus verschlug es zunächst in ein kleines Dorf im Bayrischen Wald. Barbara Lipps-Kant erreichte Tübingen im August 1945.

 

Musik:

01 Verklärte Nacht (Arnold Schönberg) – Pierre Boulez/Membres de l’Ensemble    Intercontemporain, Paris.

 


Audio

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Sendetermine

Radio Micro-Europa

10.05.2020 12 Uhr

Radio Micro-Europa

14.05.2020 16 Uhr




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