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KANDAKE KWEENSIZE


Beiträge & Artikel

Kolumne "Music in the Kitchen" Thema: Kaffee, Smarthone & Face-Yoga

#HändyHarald ist eine #medienpädagogisch_wertvolle_Comedyserie die ich nun gestartet habe. Es geht um digitales Detox und Handysucht. Es geht um eine neue und nicht so neue Abhängigkeit von Medien, digital oder analog waren und sind Medien "Influenzer" der Massen. Ob Buch, Zeitung, TV, Radio, PC, I-phone oder die vielen kleinen Spielräume dazwischen - sie sind Meinungsmacher und bilden etwas ab. Das Abgebildete kann bewusst oder unbewusst, zu einem Abbild der gesamten Gesellschaft werden. Digitale Medien erreichen und beeinflussen viele Leute. Lokal oder global, es funktioniert genial. Darauf aufmerksam machen und auf die Verantwortung jedes Einzelnen, (KonsumentIn & HerstellerIn) hinzuweisen, versucht die kleine #medienpädagogisch_wertvolle_Comedyserie #HändyHarald. Sie ist z.Z. sporadisch Teil der Radioshow beim Freien Radio WW, Tübingen.

Dazu meine Kolumne - aus der Küche von D. Music:

ALLES IM FLUSS oder FLOW?

Die Casette als Titelbild soll represäntativ für alle Medien stehen.

Das Bild vom Neckar in Tübingen habe ich gewählt, weil es mir sehr wichtig ist, in einer ruhigen Bewegung weiter zu fließen, wie das Wasser im Flussbett.

Es gibt links und rechts eine Begrenzung: das Flussufer. Dazwischen ist das Wasser in einer kontinuierlichen, fließenden Bewegung. Das Betrachten eines Flusses beruhigt uns Menschen. Es vermittelt eine Art beruhigende Sicherheit, dass es weitergeht, dass alles in Ordnung ist, dass alles gut ist, auf dem richtigen Weg ist und in eine bestimmte Richtung fließt: dafür gibt es ein Prinzip, welches sich aus Maat ableitet - den Regeln von Maat. Maat ist ein Konzept aus dem Kemet. Es besteht aus einfachen und auf alles anwendbare Wahrheiten. 6 Regeln aus diesem Maat-Konzept sind für mich jene, die ich als Grundlegend für mich empfinde um ein gutes Leben zu leben: Balance, Order, Harmony, Justice, Law, Morality.

Rituale und tägliche Achtsamkeit üben, in allen Alltagstätigkeiten und sich selbst zu disziplinieren, seine eigenen Gesetze und Regeln zu befolgen und seine eigenen Grenzen im Alltag zu verteidigen, nennt man im Yoga: Meditation und Reflektion und Übung, sowie das kontinuierliche Wiederholen bzw. das Ritual.


Dazu 3 Beispiele aus dem Alltag: Kaffee, Smartphone, Face-Yoga

  1. Kaffee: Kaffee trinken ist in meinem Leben verankert, sozusagen kultiviert worden in meiner Familie, seit ich bin. Meine ganzen Erfahrungen und die damit verbundenen Vorlieben und mein ganz persönlicher Kaffeetrink-Style, der sich nach und nach geformt und herauskristallisiert hat, beruht auf der Familientradition: Als kleines Mädchen habe ich schon ein Gersten-und Malzgetränk von meiner Oma Hilde serviert bekommen:
    "Mukkefuck-Kaffee" nannte sie es immer. Es war ein Instant-Gersten&Malz-Kaffeeersatz-Pulver welches mit heißem Wasser in eine Tasse gegeben wurde. Ohne Koffein. Zusammen mit Zucker und Kondenzmilch schmeckte dieser "Mukkefuck" mir als etwa 7-10jährige hervorragend. 
    Die Ur-Großmutter Berta beobachtete ich damals auch schon beim Bohnen-Kaffee zubereiten. Erst wurden die Bohnen aus einer Dose genommen, in einer Kaffeemühle fein gemahlen und dabei duftete die ganze Küche nach diesem wunderbaren Kaffeearoma. Es duftete herrlich, wenn meine Ur-Oma Berta diesen frisch gemahlenen Kaffee in ein Emailetöpfchen füllte, mit dem Kaffeelöffel sehr achtsam abgemessen. Sie kochte erst das Wasser auf, gab dann löffelweise das frischgemahlene Kaffeepulver hinzu und kochte alles noch einmal unter bedächtigem Rühren kurz auf. Danach nahm sie das Emailetöpfchen von der Kochstelle ( damals hatte sie noch einen Holz/Kohle-Herd) und deckte den heißen Kaffee mit einem Unterteller ab. Danach wurde er mit einem Porzellanfilter und Kaffeefilterpapier in eine Porzellan-Kaffeekaraffe umgefüllt. Meine Mutter kochte irgendwann Kaffee in einer Filterkaffee-Maschine. Danach kamen meine weiteren Kaffee-Zubereitungserfahrungen dazu, wie z.B. Pads, Kapseln, Kaffee aus Vollautomaten, Italienische Espressokocher und verschiedene Sorten Instandkaffee-Variationen.
    "Räuberkaffee" nannten wir eine Schnell-Kaffee-Brüh-Variante: wenn es schnell gehen musste, wurde Kaffeepulver mit heißem Wasser aus dem Wasserkocher einfach nur in eine Tasse gegeben. Dann wartet man, bis der Kaffee sich unten in der Tasse abgesetzt hat...und trinkt den Kaffee ohne ihn abzuseihen. Manchmal seihe ich Räuberkaffee mit einem Teesieb ab. Räuberkaffee original wird aber nicht abgeseiht:  Zucker und Milch je nach Gusto. Die Besonderheit ist - es geht schnell, sowie meistens beim letzten Schluck Räuberkaffee aus der Tasse, unweigerlich Kaffeekörnchen zwischen den Zähnen.

    Ich habe mich nun auf die Brühtradition meiner Ur-Großmutter Berta eingeschossen, weil ich das Ritual des Kaffeezubereitens schön finde, dieses nun für mich kultiviert habe und es genieße, morgends die Kaffebohnen frisch zu mahlen. Es ist eine Art Meditationsübung und Achtsamkeitsübung, mir dafür extra Zeit zu nehmen, jeden Tag. Ich lege sehr viel Wert darauf, dass ich mich dabei nie aus der Ruhe bringen lasse und vor allem von nichts und niemandem stören lasse, bevor ich meinen Kaffee in Ruhe zubereitet habe und mindestens ein bis zwei Tassen davon genossen habe.
    Es ist ein ungeschriebenes Gesetz in meinem Alltag geworden: Anrufe, Nachrichten, E-Mails oder gar das Klingeln an der Haustüre werden, vor dem Kaffee-Ritual morgends, niemals beantwortet. 

    Kaffee zubereiten und Kaffee trinken sind mein e Rituale, um jeden Morgen, nach dem Aufwachen, mit Achtsamkeit und disziplinierter Ruhe meinen Tag zu starten. 

    Mantra: Ich tue was ich liebe. Ich liebe was ich tue. Ich tue nicht, was ich nicht tun muss. Ich liebe mich vor allem erst mal selbst.
  2.  Smartphone: 30 Jahre IT, PC und KI: ich habe zu genüge die neue und alte Mobiltelefon-Hysterie durchgemacht. Ich habe die selben dämlichen Erfahrungen mit dem Smartphone - den Sozialen Medien und der  Kommunikations-Technik machen müssen, die auch alle anderen auf dieser Welt und zwar altersunabhängig, kulturunabhängig und religionsunabhängig machen. Es wundert mich trotzdem, dass ich Menschen in meinem Alter immernoch nicht dafür begeistern kann, eine Entwicklungsphase zu beenden, d.h. die Türe hinter einer gemachten Erfahrung zu schließen, um der gemachten Erfahrung, mit der Beendigung, nicht nur verbal seine gemachte Erkenntnis zu bezeugen, sondern auch ganz praktisch nach dieser selbstgemachten Erkenntnis zu handeln, bzw. zu leben:  im eigenen Schritt des tuns, bzw. des lassens von mehrfach verbal bezeugtem und somit erkanntem Nonsens!
    Ich habe nun keine Lust mehr, die gesammte Weite des "Nicht-Universums", einer "künstlichen Nicht-Intelligenz" und des "Fake-Kommunizieren, Fake-Lernen, Fake-Lieben, Fake-Darstellen, Fake-Wohlstandes von Menschen" in einem "Nicht-Leben" zu erörtern und niederzuschreiben. Ich habe mich jedenfalls gegen diesen "Fake-Raum" entschieden und mein Leben in der realen Welt wieder aufgenommen.
    Fazit: Es ist sehr einsam und leer hier geworden und ich habe das Gefühl, ich muss mich wohl  daran gewöhnen....

    Mantra: Ich lerne und lebe. Ich beobachte und lerne im Schauen. 
    Es gibt nichts neues unter der Sonne. Dumm ist der, der dummes tut. Ich bin ein Mensch und keine Maschine. Maschinen sind von Menschen gemacht. Maschinen sind keine Menschen. Maschinen sind Maschinen. Menschen sind Menschen. Tiere sind Tiere. Pflanzen sind Pflanzen. Die Sonne , der Mond, die Erde, die Sterne, der Wind, der Regen und Ich. Ich und Ich. Es gibt nichts neues unter der Sonne. Ich lebe. Ich atme ein und atme aus. Ich lebe. Ich Danke. 

  3. Face-Yoga: hahahaha. hohohoho. huhuhuhu. hihihihi. Fertig!

    Ich bin wie gesagt schon seit geraumer Zeit Social-Media-Frei unterwegs, kann mich allerdings noch an meine letzte Erfahrung in diesen digitalen "Substitut-Ionen" erinnern. Erst bekommt der NutzerIn * ein Facedownsyndrom antrainiert: da die Gesichtszüge nach unten gleiten, nach jahrelangem, kontinuierlichen Glotzen auf das Smartphone in der Hand. Das Facedownsyndrom verursacht durch  jahrelanges, täglich mehrstündiges, "auf das Display des Smartphones hinunter schauen" logischerweise hängende Mundwinkel, erschlaffte Gesichtskonturen und einen irreperablen und unkontrollierbaren Gesichtsausdruck, welcher der Massen-Depression bzw. der massiven, destruktiven Lebenseinstellung der Menschen im 20.-21.Jahrhundert, wahrhaft ein Gesicht verleiht. 
    Dagegen gibt es dann Face-Yoga-Kurse und Gesichts-Massage-Anleitungen in den selben digitalen Medien-Räumen, die für den Gesichts-Schaden verantwortlich sind. Eine 20 Jahre junge Frau braucht gar nichts zu tun, sie ist jung und ihr Gesicht frei von Erschlaffungserscheinungen und Falten. Wenn wir alt werden, bekommt die Haut Falten und die Hautspannung erschlafft. Damit müssen alle Menschen lernen, klar zu kommen. Alt sein ist weder eine Krankheit, noch ist eine alte Person häßlich. Doch falsche Lebensweise und unnatürliche Körperhaltungen machen Menschen krank und das Facedownsyndrom ist meiner Ansicht nach wirklich häßlich. 
    Das Smartphone nutzen zu müssen, um gegen entglittene Gesichtszüge mittels Face-Yoga und Gesichtsmassagen vorzugehen ist wie der Hund, der sich im Kreis dreht, um sich in seinen eigenen Schwanz zu beißen....hahaha, hohoho, huhuhu, hihihi. Fertig!

    Ich kam , sah und begriff. Ich ging wieder, lachte von da an auch ohne Spliff, immer wenn ein Mensch zu seinem Smartphone griff.

Ich lege mein Smartphone zur Seite und mache es sogar aus.

Ich bin nicht verpflichtet, 24/7 erreichbar zu sein.

Ich hab ein Recht auf mein Privatleben.

Ich lache und halte meinen Kopf hoch, statt ständig auf das Smartphone Display hinunter zu schauen: ich achte auf meine Körperhaltung und gehe so oft ich kann zu Fuß.

Das ist mein Face-Yoga. Ich lache überall und verschaffe mir selbst gute Laune und ich halte mich fern von allem, was mir nicht gut tut, mich traurig und wütend macht. 

Ich schalte Nachts alle Geräte aus und entgehe somit dem schädlichen Elektrosmog. 

Ich glaube nicht alles, was in den Medien gesagt und gezeigt wird sondern schalte meinen eigenen Verstand ein und überlege selbst, statt die AI /KI zu befragen.

Ich mache nicht kritiklos bei allen Hypes mit. 

Ich bin mir meiner eigenen Verantwortung über die Konsequenzen meiner eigenen Entscheidungen bewusst.

Ich nehme mir mein Recht "Nein" zu sagen. 

Mantra: Der selbe, falsche Lösungsweg, führt mich immer wieder zum selben, falschen Ergebnis. Ich bin keine Maschine. Ich bin ein Mensch. 

#Reggae_rettet_Dich 
#ich_bin_kein_roboter

 

Diesen Kommentar schrieb D.Music, Redaktion: Kandake Kweensize beim Freien Radio Wüste Welle, Tübingen.  

 

 


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Comedy - HändyHarald auf Digital Detox stellt sich vor Teil 1

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