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nordsüdfunk 39: # Keine Paradiesreisen - Nicht alle Reisenden sind Urlaubssuchende - nicht alle Passagiere fliegen ins Paradies.

Der südnordfunk schaut auf ein paar ungewöhnliche Geschichten im Tourismus: Reisegeschichten von Pilgern, von Menschen, die in das Herkunftsland ihrer Eltern reisen, und von einer Volontärin, die sich gegen die Ausreise entschieden hat.

Interview: "Wir brauchen kein Jubeljahr zum Tourismus"

Der internationale Tourismus kann zur Verwirklichung der Ziele der nachhaltigen Entwicklung beitragen – das zumindest meinen die Vereinten Nationen. Daher hat die Generalversammlung der UN 2017 als  „Internationales Jahr des Nachhaltigen Tourismus für Entwicklung“ erklärt. Eine kritische Frage bei diesem Vorhaben lautet jedoch: Sind die Konzepte Tourismus und Nachhaltigkeit denn überhaupt miteinander vereinbar? Ein Interview mit dem iz3w

Pilgerreise in Flip-Flops - zum Arbeiten nach Mekka

Derzeit boomt im Inselstaat Indonesien, dem bevölkerungs-reichsten mehrheitlich muslimischen Land, die Pilgerreise nach Mekka. Im Zuge der neoliberalen Politik steigt die Nachfrage in diesem Segment: erstmals kann sich eine neue Mittelschicht das Reisen leisten -  die Pilgerreise gehört zum modernen islamischen Lifestyle. Zugleich wird aber die Pilgerreise als Vehikel für ganz andere Aus- bzw. Einreisemotive nach Saudi Arabien genutzt: die Golfregion ist Ziel indonesischer Arbeitsmigration. Ein Gespräch mit der Ethnologin Mirjam Lücking

Zu Gast in der fremden Heimat

Eindrücke vom Urlaub im Geburtsland der Eltern:

"Wenn andere Menschen von "Zuhause" sprechen" greif ich ins Leere". Das Reisen in den Iran, das Herkunftsland ihres Vaters, hilft Nilufar, diese Leere in einem komplexen Identitätspuzzle zu füllen. Songül beschreibt Istanbul als Oase in ihrer Heimatlosigkeit in Deutschland. Nicht aber Mittelanatolien, wo der Großteil ihrer Familie lebt. Was bedeutet es für Deutsche mit nicht-deutschen Wurzeln in das Herkunftsland ihrer Eltern zu reisen?

Doch nicht ausgereist

Voluntouismus und Freiwilligendienste im globalen Süden - wenn Freiwillige ihre Reise selbstkritisch betrachten: Immer mehr Reisende, vor allem junge Menschen, möchten während ihrer Ferien Gutes tun oder aber einen Freiwilligeneinsatz in einem sozialen Projekt mit touristischem Erleben kombinieren. Oft fehlt schon im Vorfeld ein gleichberechtigter Austausch mit der gastgebenden Bevölkerung darüber, was wirklich gebraucht wird und wer wie lange für welchen Zweck kommen darf. Inzwischen behandeln Vorbereitungsseminare diese sensiblen Fragen. Nicht alle, die vorhatten, einen Freiwilligendienst anzutreten, reisen dann auch aus.

Marie aus Leipzig ist freie Autorin, Journalistin und Kulturwissenschaftlerin. Als Stipendiatin des ASA-Programmes, dem entwicklungspolitischen Netzwerk junger Menschen zwischen 21 und 30 Jahren, kamen ihr während der verpflichtenden Vorbereitungsseminare Zweifel an der Sinnhaftigkeit des Ganzen. Sie beschloss, die letzte Konsequenz daraus zu ziehen...


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04.07.2018 17 Uhr




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