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RESONANZ CON(TRA)SENS


Beiträge & Artikel

Demo zur Unterstützung der zivilen Seenotretter_innen im Mittelmeer in Reutlingen am 13.07. ab 17 Uhr

Solidarisch-Menschlich gegen politisch-mörderische Praxis !

Hallo liebe Freunde,
wir veranstalten am Freitag den 13. Juli eine Demonstration zur Unterstützung der zivilen Seenotretter im Mittelmeer. Die Demonstration startet um 17 Uhr in der Albstraße am Arbeitsamt, führt von dort über Alb- und Wihelmstraße auf den Marktplatz und weiter zur Stadthalle. Im Bürgerpark zwischen Stadthalle und Skatepark findet im Anschluss eine Kundgebung statt. Die Demonstration wird von Sea-Eye gemeinsam mit Reutlinger Unterstützern veranstaltet und von Jugend rettet, Mission Lifeline und Sea-Watch unterstützt. Es werden den ganzen Nachmittag über einige Seenotretter der vertretenen Organisationen vor Ort sein und gerne jedem interessierten Rede und Antwort stehen.

Um 18:30 Uhr gehts dann beim 50Jahre Zelle Festival - 50jahre.kulturschock-zelle -
, oder im Nepomuk weiter!

Aufruf zur Demonstration:

Stoppt das Sterben nicht die Retter!

Die Europäische Union beugt sich den Rechtspopulisten und verschärft den Kampf gegen Flüchtlinge. Die Mittelmeer-Route soll geschlossen werden. Die Menschen die es aufs Meer schaffen werden von der sogenannten libyschen Küstenwache (LCG) zurückgebracht oder ertrinken. In Libyen drohen weiterhin schwere Menschenrechtsverletzungen. Während die UN Sanktionen gegen die Führer der LCG verhängt, das UNHCR, Menschenrechtsorganisationen und Medien immer wieder von Folter und Menschenhandel berichten, koordiniert und finanziert die EU die Aktionen der LCG auf dem Mittelmeer. Ein klarer Verstoß gegen die Europäische Menschenrechtskonvention wie auch der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte bereits festgestellt hat.
Unterdessen wird eine neue Kampagne gegen die zivilen Seenotrettungsorganisationen gestartet. Die letzten Zeugen vor Ort sollen mundtot gemacht werden.
Rettungsschiffe werden mit fadenscheinigen Gründen beschlagnahmt. Häfen werden geschlossen und Flaggen entzogen. Gleichzeitig ertrinken täglich Menschen an den Orten wo diese Schiffe normalerweise im Einsatz wären. Die neue europäische Rechte setzt sich durch und wir lassen Menschen lieber sterben und kriminalisieren die Helfer anstatt uns mit wirklichen Fluchtursachen auseinanderzusetzen.
Es ist Zeit das wir laut und deutlich NEIN sagen zur Politik des Sterben Lassens.
Wir fordern

- eine sofortige Aussetzung der Zusammenarbeit mit der LCG bei illegalen Rückführungen aus internationalen Gewässern.

- ein klares Bekenntnis der deutschen Politik zur Europäischen Menschenrechtkonvention und zur Seenotrettung.

- einen Stopp aller rechtswidrigen Zwangsmaßnahmen gegen die Seenotretter.

- eine echte europäische Seenotrettungsmission die unserer humanitären Verpflichtung gerecht wird

#TogetherForRescue #DontForgetThemAtSea #SafePassage #NoOneDeservesToDieAtSea

Aktuelle Planung:
Demo:
Angeführt von dem Fluchtboot MS Hoffnung auf einem Wagen führt der Demonstrationszug mit Bannern, Transparenten, Fahnen und Musik durch die Innenstadt. Mit verschiedenen kleinen Aktionen werden Passanten und Besucher der angrenzenden Gastronomie eingebunden.
Kundgebung:
Die MS Hoffnung dient bei der Kundgebung als Bühne.
Redner:
Thomas Nuding aus Meßkirch war Head of Mission auf der letzten Lifeline Mission und führte gemeinsam mit dem Kapitän Claus-Peter Reisch das Schiff und die Cr ew. Während Thomas unbehelligt wieder nach Deutschland zurückkehren konnte steht Claus-Peter Reisch aktuell auf Malta vor Gericht.
Michel Brandt ist MdB von der Linken und besuchte die Lifeline vor Malta als Europa sich tagelang weigerte die 234 aus internationalen Gewässern geretteten Flüchtlinge aufzunehmen
Markus Groda aus Reutlingen ist Mitinitator dieser Veranstaltung, Mitgleid bei Sea-Eye und war diesen April zuletzt mit der Sea-Eye auf Rettungsmission im Mittelmeer
Sea-Watch

MS Hoffnung
Die MS Hoffnung ist ein Rubberboat das im April diesen Jahres für einen Fluchtversuch von Libyen nach Europa eingesetzt wurde. Deutlich über 100 Menschen haben diesem Stück Gummi im April 2018 ihr Leben anvertraut und versucht eine Strecke von mindestens 300 km (Tripoli-Lampedusa) über offenes Meer zurückzulegen. Die Flüchtlinge der MS Hoffnung ereilte das aus unserer Sicht weniger schlimme Schicksal. Ihr Boot wurde von der sogenannten Libyschen Küstenwache aufgebracht und die Menschen wurden unter europäischer Koordination aus internationalen Gewässern nach Libyen zurückgebracht. Ob Sie mit anderen Booten die Flucht geschafft haben, noch in Libyen sind oder tot werden wir nie erfahren. Weitere Namenlose für die Statistiken die keiner führt.

Wir wollen möglichst zahlreich bunt, laut und selbstredend gewaltfrei durch die Stadt ziehen und ein Zeichen gegen die Politik des Sterbenlassens setzen! Dafür benötigen wir auch deine Hilfe für Transparente, Kostüme, Flyer, Musik, Mobilisierung etc.

Wir treffen uns am Freitag (06.07.) um 19:00 Uhr im Cafe Nepomuk http://www.cafe-nepomuk.de/ um Materialeinsatz zu besprechen, Flyer zum verteilen auszugeben und letzte Ideen für die Veranstaltung zu sammeln. Es würde uns sehr freuen euch zahlreich begrüßen zu dürfen.

sea-eye
sea-watch
mission-lifeline
jugendrettet


Sendetermine

Resonanz Con(tra)sens

20.07.2018 21 Uhr




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