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 Politik & Gesellschaft


AKTIONSMONAT MAI 2017

Mai 2017 Juni 2017


Beiträge & Artikel

Schöner Wohnen: Podiumsgespräch über alternative Wohnkonzepte

Am Dienstag Abend den 9. Mai stellten sich acht Bewohner aus den Tübinger Wohnprojekten LU15, Tante Huber, Wilhelma, 4-Häuser-Projekt, Münze 13 und Wagenburg im Rahmen des Aktionsmonats der Wüste Welle „In was für einer Welt wollen wir leben? Freie Kommunikation gegen Rechts“ Fragen zur Situation und zu persönlichen Erfahrungen in ihren Häusern.

In Tübingen gibt es viele Wohnprojekte. Das sind selbstverwaltete und solidarische Haus- und Wohngemeinschaften mit meist basisdemokratischen Arbeitsweisen. Wie gestaltet sich das Leben in den alternativen Häusern? Sollte es mehr solcher Lebensformen geben? Diesen und vielen anderen Fragen stellten sich am Dienstag Abend den 9. Mai acht Bewohner von sechs unterschiedlichen Häusern. Im Rahmen einer Podiumsdiskussion des Aktionsmonats der Wüste Welle „In was für einer Welt wollen wir leben? Freie Kommunikation gegen Rechts“ wurde Vielfalt und Eigenheiten der Tübinger Wohnprojekte dargestellt.

Jedes der Tübinger Wohngemeinschaften hat seine Besonderheiten und eine ganz eigene Geschichte: Die Münze 13 wurde 1977 besetzt, das Vierhäuserprojekt 2011 gekauft und die Wilhelma ursprünglich von den Alliierten nach dem Zweiten Weltkrieg gegründet, als Ansatz zur Redemokratisierung der Gesellschaft. In der Lu15 wird die Hausbar wöchentlich für Partys genutzt, in der Tante Huber ist eine AIDS-Hilfe fest installiert und auf der Wagenburg muss die Kuh im Sommer auf die Weide getrieben werden.

Was alle sechs Wohnprojekte verbindet ist zum Einen das enge Zusammenleben, was von Zusammenhalt geprägt ist und zum Anderen der lange und teilweise andauernde Kampf um ihr Heim. Viele sind noch immer von der aktuellen Politik abhängig:Der Wagenburg beispielsweise gehört der Grund auf dem ihre Wagen stehen noch immer nicht, er kann ihnen jeder Zeit entzogen werden.

Wohnraum als knappe Ware. Nicht nur in Tübingen steigen die Mietpreise stetig. Die Spekulation mit Wohneigentum dient immer häufiger als Kapitalanlage. Das gemeinschaftliche Eigentum der Wohnprojekte entzieht dem Markt ihre Spekulationsmittel.Das Mietshäuser Syndikat hilft den WohnprojektlerInnen gemeinsam ein Eigentum zu erwerben und so sozialen Wohnraum zu schaffen.

In den Wohnprojekten wird nicht nur eine andere Art des Wohnens, sondern auch des Miteinanders vorgelebt. Hier wird demonstriert wie ein faires und menschliches Miteinander in der Gesellschaft möglich sein kann. Jeder macht was und soviel er kann. Rücksicht und Verständnis, anstatt Zwang und Druck machen den Menschen das Leben leichter. Die Idee funktioniert.


Audio

Schöner Wohnen: Podiumsgespräch

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Podium_schoener_wohnen_.mp3


Veranstaltung(en) zu diesem Bericht

Di, 09.05.2017
18:30 - 22:00
Podiumsgespräch und Film
Podiumsgespräch und Film über alternative Wohnkonzepte


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