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55. JAHRESTAG VON VILLA EL SALVADOR (PERU): MARIA ELENA MOYANO
Moyano wurde am 29. November 1958 in Lima geboren. Bereits in jungen Jahren war sie in Jugendorganisationen politisch engagiert und setzte dieses Engagement auch nach Beendigung der Schule fort. So gründete sie den Club "Micaela Bastidas", der sich für die Rechte der Mütter einsetzte. Hier und bei diversen anderen Aktivtäten zeigten sich ihre hervorragenden Führungsqualitäten, die sie schließlich als Präsidentin und Mitbegründerin des ersten Frauenverbandes Perus "FEPOMUVES" (Federación Popular de Mujeres de Villa El Salvador) unter Beweis stellte. Gerade in den Zeiten des Terrors und der wirtschaftlichen Krise, setzte sich Moyano für die Armen und Bedürftigen ein und gründete Suppenküchen, Sammelstellen und Milchglas-Komitees, die die Hungernden und Armen mit Wasser und Nahrung versorgten.
Im Jahr 1989 wurde Moyano stellvertretende Bürgermeisterin von Villa El Salvador, vertrat in öffentlichen Reden ihre demokratischen Werte und verurteilte den Terror und die Gewalt scharf. Sie stellte sich den Aktivitäten des Leuchtenden Pfades in den Weg und organisierte Protestmärsche gegen jeden Akt der Gewalt. Als Führungsperson war sie ein Dorn im Auge der Senderisten und so wurde Moyano am 15. Februar 1992 von ihnen ermordet.
María Elena Moyano war für viele Frauen ein Sinnbild; nicht nur, weil sie Impulse gab, Einsatz und Mut gezeigt hat, sondern auch wegen ihrer Führungsqualitäten, die in der Selbstverwaltung Villa El Salvadors von größter Bedeutung waren. Moyano ist als Heldin, als Kämpferin für Bedürftige, Frauen und die Menschenrechte in die Geschichte Perus eingegangen. Im Volksmund wird sie "madre coraje" (mutige Mutter) genannt.
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