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TAG DER ARBEIT IN PERU

Die Geschichte des Tags der Arbeit in Peru ist geprägt von einem intensiven und organisierten Kampf, der in einem der wichtigsten sozialen Siege des 20. Jahrhunderts gipfelte: dem Achtstundentag.

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts, während der Industriellen Revolution, waren Arbeiter in Peru und weltweit mit erschöpfenden Arbeitstagen von 12 bis 16 Stunden unter sehr prekären Bedingungen konfrontiert. Beeinflusst von internationalen Bewegungen und dem Motto „acht Stunden für die Arbeit, acht Stunden für den Schlaf und acht Stunden für das eigene Heim“, begannen die peruanischen Arbeiter, sich zu organisieren.

Die peruanische Arbeiterbewegung fand eine solide Basis in spezifischen Gewerkschaften. Besonders hervorzuheben ist die Gewerkschaft der Bäcker „La Estrella del Perú“, die durch ständige Streiks und Mobilisierungen zu einer der Hauptantriebskräfte der Arbeitsforderungen wurde.

Der soziale Druck erreichte im Januar 1919 seinen Höhepunkt. Mehrere Tage lang legte ein Massenstreik Schlüsselsektoren der Wirtschaft lahm und forderte die gesetzliche Anerkennung des begrenzten Arbeitstages.

Angesichts des Ausmaßes der Proteste und der Stärke der Gewerkschaftsbewegung gab die peruanische Regierung nach. Am 15. Januar 1919 wurde das Dekret erlassen, das den Achtstundentag offiziell im gesamten Staatsgebiet einführte. Dieses Ereignis gilt als der grundlegende Meilenstein der Sozialgesetzgebung in Peru.

Obwohl das Gesetz über die acht Stunden im Januar unterzeichnet wurde, schließt sich Peru jedem 1. Mai dem weltweiten Gedenken an, um die „Märtyrer von Chicago“ zu ehren – jene Gewerkschaftsführer, die nach den Protesten von 1886 in den USA hingerichtet wurden. Dank ihnen konnte ein globaler Kampf für menschenwürdige Arbeit eingeleitet werden.




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