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Fridays for Future, Jugendgemeinderat und Studium :: Benedikt Döllmann

Am Freitag, den 09.02. war der Jugendgemeinderat und Fridays for Future Aktivist Benedikt Döllmann bei uns, in der Wüsten Welle, zu Besuch im Interview.

Der 18-jährige Tübinger setzt sich, seit dem Anfang der Bewegung 2019 aktiv bei Fridays for Future ein. Der Knackpunkt kam für ihn jedoch, mit dem ersten Corona-Lockdown 2020. Benedikt erzählt uns, dass ihm ein komisches Gefühl kam, als er bemerkte, wie unterschiedlich die zwei Krisen behandelt werden. Die Klimakrise, welche eher jüngere Generationen betrifft, werde laut ihm, von der Politik recht klein gehalten. Die Coronakrise, bei der die Gefahrengruppen eher in den älteren Generationen zuzuordnen waren, wurde im Vergleich dazu, viel ernster genommen.

Die Ungleichheit dieser Reaktionen, leitete Benedikt dazu, sich mehr für die Bewegung stark zu machen. Projekte, wie die Großdemonstration, gegen die Räumung der besetzten Siedlung Lützerath, so wie das Engagement gegen den neu geplanten Schindhau-Basis-Tunnel, beschäftigen ihn besonders.

Aktuell seien im Tübinger FfF-Team um die 20 aktiven Mitglieder. Doch nicht nur Jugendliche greifen das Thema auf, auch Gruppen wie die Parents, Scientists und Teachers for Future setzen sich in Tübingen für das Klima ein.

Auf die Frage, was sich Benedikt im Bezug auf die Klimapolitik wünschen würde, antwortet er, dass er sich vor allem eine breitere Beteiligung unter jungen, aktiven Menschen und eine bessere Bildung in die Richtung wünsche. Natürlich auch die Einhaltung, bzw. die Verschärfung der Klimaziele. Die Politik solle auf die Wissenschaft hören, denn um den Klimawandel zu entschleunigen, benötige es alle.

Auch ein wichtiges Thema hierbei, seien die anstehenden Kreis- und Europawahlen, die für Benedikt einen potentiellen Wendepunkt darstellen. Auf die Frage nach seiner Meinung zur Wahl ab 16, meinte Benedikt, er würde auch eine Wahl ab 0 gutheißen, solange sich die Person bewusst und gewillt für die Wahl interessiert. Sich in der Kommunalpolitik hingegen mit 16 aufstellen zu lassen, sieht er mehr als undurchdacht an. Die Arbeit im Gemeinderat, neben der Schule sei kaum zu bewältigen. Sich hier zu engagieren sei auch mehr ein Privileg für Menschen, welche es leicht haben in der Schule und die finanziellen Möglichkeiten haben um nicht Arbeiten zu müssen.

 


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