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Tübinger Kultbands :: "Familie Hesselbach" und "Die Sache"

Klaus Roth und Markus Bella berichten im Interview über ihre Bands "Familie Hesselbach" und "Die Sache"

"Familie Hesselbach" mag dem ein oder anderen als eine populäre hessische Fernsehserie aus den 60er Jahren bekannt vorkommen. Die gleichnamige Tübinger Band entsand allerdings erst rund 20 Jahre später, im Jahre 1981. Die ursprüngliche Idee für einen Bandnamen war "Bach", nachdem Bach im Radio lief. "Dann kam die verrückte Idee: Wenn schon, dann gleich Familie Hesselbach!", so Bandmitglied Klaus Roth. So kam die Band schließlich zu ihrem außergewöhnlichen Namen.

Der Vorläufer von "Familie Hesselbach" war die Band "ABC", ein Projekt von ein paar Tübinger Studenten, die damals die ersten Einflüsse von Punk und New Wave aufgenommen haben. Nach mehreren Besetzungswechseln wollte die Gruppe dann modernere Musik machen und dabei Einflüsse aus England und Amerika mit einfließen lassen. So lässt sich der musikalische Stil der Band eigentlich gar nicht in ein spezifisches Genre einordnen. Denn die Songs wurden stets von allen Mitgliedern der Band mitgestaltet, weshalb sich in der Musik mehrere Einflüsse von unter anderem Funk, Punk, Ska und Jazz wiederfinden.

Nachdem Produzent Dietmar Post in seinem alten Plattenschrank auf die erste Platte der Band gestoßen ist, kam ihm die Idee, die erste Platte, sowie die erste Kassette zu remastern und neu zu veröffentlichen. Er habe sich nämlich darauf spezialisiert, alte Schätze wieder hervorzuholen, dass diese nicht in Vergessenheit geraten. Die Platte wird voraussichtlich am 28. April als doppel-LP erscheinen.

Markus Bella ist das jüngste Mitglied der Familie Hesselbach. Er ist mit seiner Band "Die Sache" zwar schon seit den Anfangstagen mit der Familie Hesselbach verflochten, doch erst seit dem Tod von Handke Hesselbach 2019 ein offizielles Bandmitglied. "Die Sache" gibt es ebenfalls bereits seit über 40 Jahren und ist seitdem aktiv. Dementsprechend groß ist auch deren Diskographie. Stilistisch haben die beiden Bands viel gemeinsam, etwa dass sie beide ein relativ breites Spektrum an Genres haben. Sie unterscheiden sich aber dennoch voneinander, auch wenn eine Abgrenzung schwierig ist: "Bei meinem Songwriting ist mir ein gewisser Einfluss aus moderner klassischen Musik wichtig, wie etwa der Umgang mit Atonalität, Reibungsdissonanzen und bestimmten harmonischen Brückungen. Familie Hesselbach ist da eher straight.", so Markus Bella.

Am Freitag, dem 21. April kann man sowohl "Familie Hesselbach", als auch "Die Sache" gleich beide live erleben! Bei ihrem gemeinsamen Konzert im Tübinger Schlachthaus werden Songs der neuen (alten) doppel-LP und auch der ein oder andere bisher unveröffentlichte Song gespielt.


Audio

Download (59,83 MB)
Interview_Familie_Hesselbach_lang.mp3


Download (16,83 MB)
Interview_Familie_Hesselbach_kurz.mp3





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