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Menschenrechtswoche Tübingen 2022 :: Die Zementierung der Klimakrise

Unter dem Slogan „Die Zementierung der Menschenrechte“ wurde ein Blick auf die weltweite Zementproduktion gelegt. Besonders die Firma HeidelbergCement wurde kritisch beäugt. Denn es scheint wie ein ungeschriebenes Gesetz: je größer und mächtiger Konzerne, desto schwerwiegender ihre Verbrechen an den eigenen Mitarbeitenden und an den Menschen die dort leben, wo die Konzerne Profite wittern.

Vom menschenrechtswidrigen Steinkohleabbau in Nordkolumbien, über die rücksichtslose Enteignung von Menschen in unmittelbarer Nähe zum Tagebau in Westdeutschland, wurde ein Blick auf die Westsahara geworfen, wo das deutsche Unternehmen HeidelbergCement unter Menschenrechtsverletzungen Zement produziert.

Der Teil der Westsahara, in dem die zwei von HeidelbergCement kontrollierten Zementwerke stehen, wird derzeit von marokkanischen Truppen besetzt. Während der Deutsche Bundestag Marokko als Besatzungsmacht der Westsahara einstuft, macht HeidelbergCement mit solch einem Staat weiterhin Geschäfte und erwarb zuletzt am 4. Mai 2020 ein Zementwerk der Firma Cimenteries Marocaines du Sud (CIMSUD) in der Nähe der Stadt El Aaiún. Somit kooperiert das deutsche Unternehmen mit einer Besatzungsmacht unter Ignoranz der Folgen für die lokale Bevölkerung.

Um dieser Perspektive mehr Aufmerksamkeit und Raum zu geben, erzählte die Menschenrechtsaktivistin Khadja Bedati ihre eigene Geschichte sowie die Sichtweise der westsahraschen Jugend auf diese Problematik.


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