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Le Skeleton Band :: Expressionistisch, cinematisch, fragil

Le Skeleton Band aus Montpelier machen Musik im Grenzbereich von Folk noir, Post-Rock und Blues mit einem Hang zu sonderbaren, expressionistischen, burlesken und cinematischen Momenten. Im Interview erzählt Sänger Alex von der Entstehungsgeschichte der Band, seine Erinnerungen an den Blauen Salun und dem Spiel mit scheinbar feststehenden Identitäten.

Die Geschichte von Le Skeleton Band geht zurück auf den Wunsch von drei Freunden, eine Rockband zu gründen, woraufhin Alex, Bruno und Clément ein Instrument lernten und sich seither stetig weiterentwickelten. Inzwischen sind die zu viert unterwegs, haben neben Kontrabass, Banjo, Schlagzeug und allerlei seltsamen Geräuschen auch einen Violinisten dabei und widmen sich mehr und mehr dem mehrstimmigen Gesang.

Alex kann sehr tief singen und klingt dabei fast wie Tom Waits, inzwischen hat er auch die hohen Töne und das Schreien für sich entdeckt, zudem muss er sich auf die Stimmen der anderen Bandmitglieder einstellen, findet aber, dass die Band dadurch ein breiteres Feld an Emotionen in der Musik hat.

Nach Jahren des Planens und Nachdenkens über die Performance auf den Bühnen der Welt, versuchen Le Skeleton Band sich selber zu überraschen und jede Show auf eine neue, frische Weise anzugehen und so die Dramaturgie des jeweiligen Abends zu gestalten. Alex sammelt vor jeder Show das Publikum mit einer Art gesungenem Mantra ein, bei dem er sich von der jeweiligen Location inspirieren lässt.

Zum Tübinger Auftrittsort kann er einiges sagen, weil es von ihrem ersten Mal im Blauen Salon auch Videomaterial gibt. Alex erinnert sich, dass sie hier Club Mate entdeckt haben und die ganze Band am Tag nach dem extrem schweißtreibenden Auftritt in T-Shirts vom Kommando Horst Hrubesch zu sehen war.

Beim Texten ist Alex wichtig, das eigene Innere mit der äußeren Realität in Verbindung zu bringen. Er spielt humorvoll mit scheinbar feststehenden Identitäten und typisch männlich gelesenen Eigenschaften wie Körperkraft oder Mut und macht sich darüber lustig. Der Albumtitel "Aux Cavaliers Seules" ist ein bewusst gesetzter grammatikalischer Gender-Fehler, feminin und maskulin gleichzeitig.

"Aux Cavaliers Seules" ist der Plural zu den Lonesome Riders, den einsamen Reitern, die zwar einsam sein mögen, aber ein gemeinsames Ziel haben.


Audio

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