Login

 Infos und Regionales


LOKALMAGAZIN


Beiträge & Artikel

Studium Generale in general!

Das Studium Generale ist, wenn man so will, ein kostenloser Service der Universität, in dessen Rahmen WissenschaftlerInnen öffentliche Abendveranstaltungen während des Semesters anbieten. Der Grundgedanke dahinter ist: "Bildung für alle!", viele Unis bieten Mittlerweile das Format Studium Generale an und sowohl Studenten als auch Gasthörer sind herzlich eingeladen.

An der Uni in Tübingen ist zur Teilnahme nicht einmal eine Anmeldung nötig, man kann einfach vorbei schauen und teilnehmen! Die aktuellen Vorlesungsreihen des Sommersemesters behandeln fachübergreifend Themen und auch auswärtige WissenschaftlerInnen kommen hierbei zu Wort.
Zweck des Ganzen ist es, im Sinne der Interdisziplinarität, eine Möglichkeit zu schaffen, über den Tellerrand hinaus zu blicken und bspw. als Student*in in einem anderen Fachbereich im Rahmen des Studium Generales das eigene Allgemeinwissen zu erweitern.
Ein Paradebeispiel für eine Studium Generale Vorlesungsreihe ist die über "Klima, Umwelt und Planetare Gesundheit" in diesem SoSe22, organisiert wurde die Vorlesungsreihe von Health for Future (H4F) und Scientists for Future (S4F) Tübingen in Kooperation mit dem Kompetenzzentrum für Nachhaltige Entwicklung der Universität Tübingen. Verschiedene Experten auf unterschiedlichen Fachgebieten unter anderem bspw. von der Charité aus Berlin oder auch von der Universität Trier halten jeweils einen Vortrag zu der Thematik in Bezug auf ihren persönlichen Fachbereich und es kommt am Ende von jedem Vortrag zu einem kleinen Diskurs und einer Fragerunde.
Eine der schon vergangenen Veranstaltungen im Rahmen der Vorlesungsreihe war der Vortrag  von Prof. Dr. Dr. Sabine Gabrysch vom Institut für Public Health der Charité Berlin, über "Ein Gesundheitskonzept für Erde und Menschen".
Der Fokus dabei lag auf einem umfassenden Gesundheitskonzept für Mensch und Erde. Es geht um die Verbindung zwischen Public Health, der Bevölkerugsgesundheit, den gesellschaftlichen Bedingungen und Maßnahmen zum Schutz der Gesundheit in spezifischen Bevölkerungen und Global Health, also die grenzüberschreitenden Gesundheitsprobleme, die globale Koordination erfordern. Der "Planetary"-Aspekt nimmt dabei zusätzlich die sozialen, ökonomischen und politischen Faktoren mit auf, die für die Gesundheit der Menschen und des Planeten von Relevanz sind. Allein die Verbindung der verschiedenen Bereiche innerhalb der Thematik von Planetary Health zeigt, wie wichtig Transdisziplinarität ist. Hier besonders, da etwas so Zerbrechliches, wie die Gesundheit unserer menschlichen Gesellschaft, aber auch die unseres Planeten von so vielen verschiedenen Faktoren abhängt und aufeinander aufbaut. Die natürlichen Systeme des Planeten, die sozialen, ökonomischen und politischen Systeme und die Gesundheit des Menschen stehen also in ständiger Wechselwirkung miteinander.
Das Studium Generale zeigt also Wissenschaft muss mehr sein als eingegrenzte Forschung in einem Abgekapselten Raum, um die Probleme des 21. Jhd. anzugehen müssen wir alle interdisziplinär mit einander Arbeiten und nicht nur die Wissenschaftler sondern alle, denn nur die Breite Masse ist es, die wirklich etwas bewegen kann.
Auch sie sind herzlich dazu eingeladen, teil zu nehmen, sich zu informieren und vielleicht sogar etwas zu vetändern.


Audio

Download (14,37 MB)
Fertiger_Beitragt.mp3





Freies Radio Wüste Welle, Hechinger Str. 203, 72072 Tübingen :: +49 7071 760 337 :: buero@wueste-welle.de