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Poetry-Slam Jan Philipp Zymny

Jan Philipp Zymny, der Poetry-Slammer aus Bochum war am Mittwoch, den 27. April in Reutlingen im franz.K und hat für die Wüste Welle ein Interview gegeben.

Nach der langen Corona Pause ist er jetzt seit letztem Herbst mit seinem neuen Programm „suRealität“ unterwegs. Nebenher Produziert er mit seiner Schwester einen Podcast und hat als nächstes auch einen Fantasyroman in Planung.

Aber warum macht er das eigentlich? Und was ist eigentlich Poetry Slam? Eine poetische Form der Stand-Up Comedy? Oder doch eher eine Form von moderner Poesie?

Kurz gesagt: alles!

Für Jan Philipp Zymny in erster Linie eine Art des Ausdrucks tieferer Gefühle, ein Stück weit eine Art der Kommunikation und Interaktion mit dem Publikum. Thematisch hat er sich in den letzten 3-4 Jahren entwickelt, arbeitet viel mit seinen eigenen Gefühlen, verschafft diesen eine Bühne und vermittelt dennoch auch eine Form der Moral, einen Konsens.

Themen wie Corona haben bei ihm nur wenig Platz im Programm, nicht weil sie weniger wichtig für Jan sind, sondern weil er in seinen Shows die Zeit lieber nutzt, um der Last des Alltags, für ein paar Stunden zu entgehen und mit seinen Zuschauern in einem Ausflug aus der Realität heraus, den Kopf frei kriegen will.

Und wozu das Ganze?

Ursprünglich hat er in der Schule damit angefangen, als Abiturient inspiriert von anderen Künstlern, wie Volker Strübing startete er seine ersten Schritte. Je professioneller seine Auftritte wurden, umso sicherer wurde er, dass er, anstatt Physik zu studieren, sein Leben dem Poetry Slam widmen möchte. Nicht, um damit Geld zu verdienen, sondern, um den Menschen zu helfen, aus dem Alltag zu entfliehen. Er erzählt von Fans, die ihm schreiben und berichten, wie er ihnen mit dem, was er macht, durch eine schwere Zeit hinweggeholfen hat oder auch einfach nur einen Tag verbessert hat.

Trotz des vielen positiven Feedbacks gibt es gerade in einer so subjektiven Branche wie der Kunstbranche auch immer wieder negative Reaktionen, Menschen, die nicht verstehen, was er probiert zu vermitteln, oder seinen ganz persönlichen Stil des Poetry Slams aus den verschiedensten Gründen schlicht und einfach nicht mögen. Aber das ist okay meint Jan.

Klar sind negative Kommentare auch immer eine emotionale Belastung, aber genauso wie an den positiven, kann man an ihnen Wachsen und wenigstens probieren, daraus konstruktive Kritik zu ziehen und seine Unsicherheiten Stück für Stück überwinden.


Audio

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