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Rezension "El rugir del Marañón"

Der Río Marañón ist lebensnotwendig für die Menschen die nahe des Flusses leben und für die dortige Artenvielfalt. Die peruanische Regierung plant jedoch, Staudämme zu bauen und die Wassermassen des Flusses zur Energieerzeugung zu nutzen. Doch die Umsetzung hätte fatale Folgen für Mensch und Natur.

Der Río Marañón ist mit seinen 1905 Kilometern der Hauptquellfluss des Amazonas. Seit den 2010er Jahren wird der Fluss zur Wasserkraftnutzung erschlossen. So wird eine Kaskade von Wasserkraftwerken entlang dem Ober- und Mittellauf des Río Marañón geplant. Ein erstes Wasserkraftwerk ging 2018 in Betrieb.

Der Film „The Roar of the Marañón“ (El rugir del Marañón) von Bruno Monteferris und Danna Bonilla schildert, dass zwei Talsperren gebaut werden sollen, einmal Chadin 2 vom brasilianischen Unternehmen Odebrecht und Veracruz vom Energiekonzern Enel. Dieser Damm würde nicht nur das Zuhause von vielen Menschen zerstören. Es würde auch das Ökosystem und die Flora und Fauna, die nur in diesem Teil von Peru gefunden werden können, negativ belasten. Die Auswirkungen wären enorm, wenn die Verbindung zwischen den Anden un dem Amazonas und dem damit verbundenen Fluss an Sedimenten und Fischmigration blockiert werden würde.

Der Dokumentarfilm verleiht auf eine eindrucksvolle Weise der lokalen Gemeinden sowie Spezialisten und Aktivisten eine Stimme, die diesen Dokumentarfilm über 6 Jahre begleitet haben und offenbaren, wie wichtig es ist, diese Projekte zu verhindern. Der Film wurde von Conservamos por Naturaleza, einer Initiative von der Peruvian Society for Environmental Law und Marañón Waterkeeper unterstützt. Bis jetzt wurden noch keine klaren Entscheidungen von den jeweiligen Energiekonzernen bezüglich der beiden Talsperren getroffen.

Im Rahmen des Cinelatinos, das vom 06. bis 13. April stattfindet, wird der Dokumentarfilm als Teil des Programms präsentiert.


Audio

Download (133,18 MB)
The_Roar_of_the_Maranon.mp3





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