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Rezension zu "Seyran Ates: Sex, Revolution, Islam"

"Seyran Ates: Sex, Revolution, Islam" ist ein Dokumentarfilm von Nefise Ökzal Lorentzen aus dem Jahr 2021 und zeigt das Leben von Seyran Ates, die als Feministin, Rechtsanwältin und Moscheegründerin für eine sexuelle Revolution im Islam eintritt.

In "Seyran Ates: Sex, Revolution, Islam" wird ihr Werdegang eindrucksvoll geschildert. Von ihrer Kindheit in den Slums Istanbuls, bis hin zu ihrer Reise nach Deutschland im Alter von sechs Jahren und als ihre Familie zu siebt in einer Einzimmerwohnung in Berlin lebte. Früh bemerkte sie, dass ihr als Mädchen und junge Frau andere Regeln auferlegt wurden als ihren Brüdern.

Und früh versuchte sie sich hiervon freizumachen. Dies beinhaltet auch den Kampf für eine sexuelle Gleichberechtigung und Diversität im Islam. Durch Seyrans Offenheit wurde sie schon oft Ziel von Angriffen. Sie wurde bereits angeschossen, erhält Morddrohungen und lebt unter Polizeischutz. Trotzdem lässt sie sich in ihrem Weg nicht beirren und gründete die Ibm Rush Goethe Moschee in der keine Geschlechtertrennung oder Ausgrenzung aufgrund von sexueller Orientierung stattfindet.

In dem Film reist Seyran um die Welt, besucht Opfer von radikalislamistischen Terroranschlägen, uighurischen LGBTIQ+ Jugendlichen in China, Sexarbeiter*innen und weiblichen Imamen und hofft, dass sich ihre Religion für alle Mitglieder mehr öffnet und weniger stigmatisierend ist.

Diese eindrucksvolle Geschichte wird zur Eröffnung der FrauenFilmTage von Terres de Femmes hier in Tübingen am Donnerstag den 03.03 gezeigt. Die Frauen- und Menschenrechts Aktivistin wird auch an diesem Tag anwesend sein und um 18:00 ein Gespräch mit dem Publikum abhalten.


Audio

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