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Shopping Animals :: Konsumkritisches Kinder- und Jugendtheater

Die Welt der Waren wächst immer schneller und junge Menschen sind darin eine immens wichtige, Zielgruppe weil sie sehr kaufkräftig sind. Das Theaterstück des jungen LTTs bringt mit dem Stück "Shopping Animals" Kindern und Jugendlichen das Thema des Konsumüberflusses und die mitschwingenden Probleme dessen näher.

Das Kinder- und Jugendtheaterstück "Shopping Animals" befasst sich kritisch mit dem Thema Konsum. Dabei kommen zunächst ganz grundsätzliche Fragen auf, wie zum Beispiel die nach der Bedeutung von Konsum und die Entwicklung dieser Bedeutung mit den Jahrzehnten. Denn es wird von den Schaupieler*innen festgestellt, dass Konsum mal „aufkaufen“ und „verbrauchen“, bedeutet hat, mit der Zeit allerdings zum „ansammeln“ und „anhäufen“ geworden ist.

Co-Autorin Twyla Zuschneid erzählt, dass ihnen besonders wichtig war, das Thema anzusprechen, da zu konsumieren ein alltäglicher Prozess geworden ist, jedoch nicht, sich auch Gedanken über den eigenen Konsum zu machen.

Den Zuschauer*innen wird während des Theaterstücks ein abwechslungsreich gestaltetes Bühnenbild präsentiert. Durch den Einsatz von verschiedenen Kostümen, einem Bildschirm, auf dem Videos abgespielt werden und interaktiven Spielen, wird die Aufmerksamkeit auf vielen unterschiedlichen Wegen und mit unterschiedlichen Blickwinkeln immer wieder auf das Thema Rund um den Konsum zurückgeführt. Szenische Abschnitte, in denen die zwei Schauspieler mal sehr ernst und direkt den Konsumüberfluss kritisieren wechseln sich mit Szenen ab, in denen die zwei Schauspieler im Panda und Känguru Kostüm indirekt auf die Probleme des übermäßigen Konsums hinweisen.

Twyla Zuschneid sieht vor allem ein Problem in dem unbewussten Konsum. Sie selbst haben im Team während der Vorbereitung für das Stück ihr Konsumverhalten beobachtet und verschriftlicht. Das hat ihnen teilweise die Augen geöffnet, so dass sie überrascht waren, was sie konsumieren und wofür sie alltäglich Geld ausgeben. Ihr Fazit und ihre Lösung ist klar: Jede*r trägt Verantwortung und wir müssen uns reduzieren.

Dass die Menschen sich reduzieren müssen, sieht sie jedoch nicht als Einschränkung. "Wir müssen wieder davon weg kommen Konsum und Kaufen als Belohnung wahrzunehmen". Diese Belohnung könne man durch Unternehmungen oder mit einem tollen Gespräch ersetzen.

Das Theaterstück bildet eine gute Möglichkeit Kinder und Jugendliche an das Thema des Konsumüberflusses heranzuführen und ein neues Bewusstsein für sein eigenes Handeln und Kaufverhalten zu schaffen.


Audio

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Shopping_Animals_fertig.mp3



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