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CineLatino 2021 :: "Cholitas" :: Bergexpedition indigener Frauen auf den Aconcagua

Im Dokumentarfilm "Cholitas" brechen fünf Frauen durch ein abenteuerliches Projekt zeitweise aus ihrem Alltag aus. Sie machen sich auf den Weg auf den höchsten Berg Lateinamerikas.

Die bolivianischen Frauen Dora, Cecilia, Liita, Elena und Lidia, die den 'Aymara' angehören, könnten sich unter normalen Umständen diese Expedition niemals leisten. Durch das Filmprojekt "Cholitas" allerdings fliegen sie nach Argentinien, um auf den höchsten Berg Amerikas, den Aconcagua, zu steigen. Den Weg auf diesen Berg in den Anden treten die Frauen in traditioneller Bekleidung an: dazu gehören in der Regel beispielsweise mehrfach geschichtete Röcke. Die Fünf, die sich die Fremdbezeichnung 'Cholitas' aneignen und positiv besetzen, sind zumindest teilweise das erste Mal richtig aus ihrer Stadt herausgekommen, wo sie ansonsten voll eingespannt sind. Manche haben ihr ganzes Leben lang nur geputzt, gekocht, gearbeitet.

Auf ihrer Expedition gehen die Frauen durch Höhen und Tiefen. Atemberaubende Ausblicke, das Gefühl von Anerkennung, Fußball Spielen auf einer Bergstation, ein Fest mit Musik und Tanz stehen neben dem Schmerz des getrennt Seins vom Enkel, der Geburtstag hat - und von der Angst, dass die Expedition auf die Bergspitze scheitert. Der Film fängt zahlreiche emotionale Momente ein und hält auch fest, was das Abenteuer mit dem Leben nach der Rückkehr der fünf Frauen gemacht hat. "Cholitas" ist ein Film, der Mut macht - und auch Einblicke in spirituelle Sichtweisen der Aymara gibt. So wird ein Bezug des möglichen Gelinges der Expedition stark mit der 'Mutter Erde', 'Pachamama', und dem Berggott verbunden.


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Rezension_Cholitas.mp3





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