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Münze 13 :: Ein Resumé der Hausbesetzung

Eine Veräußerung an die Bewohner*innen der Münze 13 im Rahmen des Mietshäuser Syndikat, das fordert die Münze 13 mit ihrer Besetzung, die vor genau einem Monat begann. In einem Interview berichten drei Bewohner*innen über ihre Forderungen, Pläne und aktuelle Entwicklungen.

44 Jahre nach der Erstbesetzung im Jahr 1977 wurde die Münze 13 erneut besetzt. Grund für die Besetzung ist die fehlgeschlagene Kommnikation mit dem StuWe Adör, das mittels eines Investitionsstopps die Bausubstanz der Münze 13 verfallen ließ. Im Laufe der Zeit gingen essenzielle Gerätschaften wie bspw. die Heizung kaputt. Die Münze 13 bekam kein Sanierungsbudget und eine Kommunikation zwischen der Münze 13 und dem StuWe Adör fand quasi nicht statt.

Die Münze 13 erfuhr von vielen Seiten direkte Unterstützung anderer Wohnprojekte in und außerhalb Tübingens, sowie Zuspruch von Privatpersonen. Die Unterstützung wurde in Form von deutlich sichtbar aufgehängten Bannern oder privater Mails geäußert.

Nach einem parteiübergreifenden Gespräch mit Kommunalpolitiker:innenen und Abgeordneten von Land und Bund und nach dem die Bundestagsabgeordneten einen gemeisamen Brief an Geschäfts­führer
Oliver Schill mit einer Gesprächsaufforderung geschrieben hatten, bekamen die Bewohner*innen der Münze 13 endlich eine Mail vom StuWe Adör mit der Einladung zu einem persönlichen Gespräch, das nun am 8. April stattfinden soll.

Ziel der Hausbesetzung ist der Kauf der Münze 13 durch die Bewohner*innen. Sie haben, wie sie im Interview äußern, gute Argumente für eine Veräußerung an die Bewohner*innen der Münze 13": Durch eine Veräußerung würden sich die Bewohner*innen selbst um nötige Sanierungen kümmern, das Studierendenwerk müsste nicht mehr Wohnraum für Nicht-Studierende bezahlen und könne mit dem Geld des möglichen Verkaufs neuen Wohnraum für Studierende schaffen.

Seit der Besetzung 1977 ist das Wohnheim in der Münze 13 ein Teil-Studierenden-Wohnheim. Das heißt nicht nur Studierende wohnen in der Münze 13. Die Bewohner*innen in der Münze 13 konnten über die Jahre das Konzept eines Teil-Studierenden-Wohheims verteidigen. Nach den Bewohner*innen der Münze 13 sei die Tatsache, dass nicht nur Studierende, sondern auch Nicht-Studierende in dem Haus wohnen, ein Fehler des Adörs und nicht der Münze 13.

Die Münze 13 möchte den Grund und Boden, auf dem das Haus steht, vom Land pachten und nur das Gebäude erwerben. Dadurch wird der Preis für das Gebäude vermutlich eher bezahlbar sein. Ein Finanzierungsplan ist für die Veräußerung des Hauses bereits vorhanden. Auch eine Auflistung notwendiger Sanierungen wie eine Reparatur der Heizung, ein funktionierender Wasser- und Stromanchluss, sowie eine Sanierung der Wände sind bisher geplant. Um die gesamten Kosten zu tilgen, plant die Münze 13 Direktkredite aufzunehmen.

Aus der Politik bekommt die Münze von vielen Parteien Unterstützung. Die Münze 13 ist dankbar, dass sie auf die Erfahrungen anderer und schlussendlich erfolgreicher Syndikatsprojekte aus Tübingen aufbauen und deshalb bisher einen solchen Erfolg verzeichnen kann.

Am Samstag den 27. März findet ab 11 Uhr eine Ausstellung über die Geschichte der Münze 13 statt. Die Ausstellung wird mit Live-Musik untermalt und es besteht die Möglichkeit Soli-Shirts und Soli-Patches auf Spendenbasis zu erwerben. Die Bewohner*innen der Münze 13 berichten im Interview kurz über spannende Ereignisse und Akteur*innen, die die Geschichte der Münze 13 geprägt haben.


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