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Bildungspodium mit den Tübinger LandtagskandidatInnen

Am 12. Februar veranstaltete die GEW, die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, ein Online-Podium mit den Tübinger KandidatInnen für die Landtagswahl 2021. Die Themen der bildungspolitischen Runde waren unter anderem Inklusion, Digitalisierung und Bezahlung.

Das Bildungspodium, das eigentlich im Sudhaus hätte stattfinden sollen, war virtuell und wurde per bigbluebutton und auf dem Wüste Welle-Livestream übertragen. Die Tübinger Schulleiterin Angela Keppel-Allgaier, stellte die Fragen, die im Voraus von den ZuhörerInnen gestellt worden war. Auch VertreterInnen der GEW durften Fragen stellen. 

In einigen Dingen waren sich alle fünf der KandidatInnen einig: Die Digitalisierung an Schulen müsse vorangetrieben werden, das betraf den Breitbandausbau, Geräteausstattung und eine*n Zuständige*n für die Technik, eine Art "digitalen Hausmeister", wie es Irene Schuster (FDP) ausdrückte. Jedes Kind sollte die gleichen Bildungschancen haben, das bekräftigten sie alle. Auch, dass Lehrkräfte fehlten, müsse ausgeglichen werden, darin waren sich alle einig. Dies könnte durch bessere Bezahlung ausgeglichen werden; zu einer Angleichung der Bezahlungsmodelle zwischen ErzieherInnen, GrundschullehrerInnen und GymnasiallehrerInnen gab es jedoch unterschiedliche Meinungen. Claudia Haydt von den Linken betonte, dass die Bezahlung mit über die Jobzufriedenheit entscheide, Irene Schuster bezeichnete das Bezahlungsmodell A12 als "Geringschätzung." 

Bei den Themen Schulsystem und Inklusion sprach nur Claudia Haydt von einer Gemeinschaftsschule, in der Kinder voneinander lernen könnten und einer Abkehr vom Schulwechsel nach 4 Jahren. Idealerweise solle man 10 Jahre in einer Klasse bleiben. Dr. Dorothea Kliche-Behnke (SPD) hielt dies zwar für denkbar, aber nicht in baldiger Zukunft. In den nächsten fünf Jahren müsse die "zweite Säule" verstärkt werden und in der Lehrerausbildung umfassender auf unterschiedliche Einschränkungen vorbereitet werden. Daniel Lede Abal von den Grünen hielt ebenfalls an der Sonderschulform fest, wollte aber die Abschlüsse vereinheitlicht sehen. Diana Arnold von der CDU sprach von Kindern, die sich, weil sie "nur" Hauptschüler seien, als weniger fühlten als GymnasiastInnen. Veränderungen im Bildungssystem könnten allerdings weiteres Chaos bringen. Sie sprach sich für Schülerakten ab dem Kita-Alter aus. 

Auch die anderen KandidatInnen hatten einzigartige Vorschläge: Dr. Dorothea Kliche-Behnke forderte besseren Arbeitsschutz für wissenschaftliche ArbeiterInnen, die ihre Laufbahn mit Familie vereinbaren wollen. Daniel Lede Abal möchte den herkunftssprachlichen Unterricht ausgebaut sehen, da er Kindern Stabilität gebe. Irene Schuster setzte als Ziel, dass das Land Baden-Württemberg schulische Spitzenleistung gibt. Claudia Haydt sprach von früher Akademisierung, wie es sie in Frankreich gebe. 


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