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Cineastisches Netzwerk Tübingen

Das Cineastische Netzwerk ist ein Verein, der sich im Sommer 2020 gründete und sich für den Erhalt und die Weiterentwicklung der Kino- und Kulturlandschaften Tübingens engagiert.

Zu Beginn lag der Fokus des Vereins primär auf dem Erhalt des Tübinger Kinos „Arsenal“. So erreichten die GründerInnen des Cineastischen Netzwerks am 10. Juni 2020 erstmals Bekanntheit unter dem Namen „Arsenal bleibt“. Ehemalige Angestellte, Stammgäste des Arsenals und engagierte KinoliebhaberInnen gründeten schließlich den Verein.

Die 70 Mitglieder, welche der Verein bereits zählt, werden durch ihre Liebe zum Kino verbunden. Jacobo erklärt diese Leidenschaft so: Kino sei der Raum, wofür Filme geschaffen wurden, die nur auf der Leinwand und als kollektives Erlebnis mit Leuten zur Geltung kommen und sich entfalten können. Lisa ergänzt, dass man sich auf den Film einlassen muss, man könne den Film nicht pausieren oder spulen, sondern müsse es einfach genießen.
 
Aufgrund des Namens „Arsenal bleibt“ kam es häufig zu Verwechslungen  und es war nicht ganz ersichtlich, dass der Verein auf der Basis von Eigeninitiative handelte und unabhängig vom Arsenal agierte. Mit der Namensänderung in „Cineastisches Netzwerk“ ist die Unabhängigkeit des Vereins nun auch namentlich sichtbar.

Die Aufgaben des Vereins fallen sehr vielfältig aus. Vergangenen Montag sollte eine Diskussionsrunde mit KinobetreiberInnen laufen. Ziel war es, eine Grundlage für einen offenen Austausch zu schaffen und somit auch eine Anlaufstelle, wo gebündelte Ideen und Wünsche an die entsprechenden Stellen weitergeleitet werden oder durch Eigeninitiative Dinge geändert werden können, beispielsweise mehr Filme im Originalton oder mehr Spätvorstellungen.

Durch Partizipation und das Einbinden von Leuten sei es möglich, mehr Leute in die Kinos zu bringen. Auch ein Filmfestival ist ein Vorschlag. Dort könnten sich Leute ebenfalls einbringen und Filme vorschlagen, die in erster Linie nicht wirtschaftlich wertvoll seien und auf Gewinn abzielen. Jedoch stehe das aktuell nicht auf der konkreten Agenda des Netzwerkes.

Wolle man die Tübinger Kinos in der kommenden Zeit unterstützen, so habe man im Arsenal die Möglichkeit, Kinogutscheine zu guten Konditionen zu erwerben. Außerdem gäbe es die Möglichkeit, den Kinosaal des Arsenals zu mieten und sich mit Familie und Freunden einen eigenen mitgebrachten Film anzuschauen und sich einen ganz speziellen Kinoabend zumachen. Außerdem natürlich, einfach ins Kino gehen! Die KinoliebhaberInnen haben zum Abschluss noch ein paar Filmempfehlungen, die den Kinogang unterstützen sollen:  „Tenet“, für Nolanliebhaber, die Doku "Oeconomia", welche im Arsenal läuft und "On the Rocks".


Audio

Das Interview in der Kurzform

Download (19,34 MB)
Cineastisches_Netzwerk_Tuebingen_kurz.mp3


Das ganze Interview zum Nachhören

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Cineastisches_Netzwerk_Tuebingen_lang.mp3



Bilder




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