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ITZ :: Neue Spielzeit mit "schwäbischem" Programmheft

Das Zimmertheater Tübingen ist zurück! Nach dem langen Corona-Frühling gibt es wieder Aufführungen, die mit kreativen Lösungen experimentieren. Der Intendant Dieter Ripberger, Dramaturgin Jana Gmelin und Schauspieler Roman Pertl erzählten uns viel über das neue Programm für den Herbst und über die Neuerungen im Theater.

Das ITZ am Zimmertheater Tübingen setzt sich ein für freie Kunst und Kultur. Mit dem zweiten festen Spielort im ehemaligen Löwen-Kino können auch die Corona-Maßnahmen gut eingehalten werden. Das alte Kino wurde wieder im Hinblick auf sein historisches Aussehen umgebaut, zum Beispiel der Fußboden, das Eichenparkett stammt aus dem Jahr 1902 und auch Tageslicht kommt wieder rein. Auch das Programmheft ist neugestaltet nach der schwäbischen Sparsamkeit: es besteht aus einzelnen Seiten, die notfalls mit neuen ersetzt werden können.

Seit Kurzem gibt es im Zimmertheater auch zwei Personaländerungen. Der Schauspieler Roman Pertl wurde Mitglied des Teams nach seiner Station am Staatstheater Augsburg. Es wurde eine neue zusätzliche Stelle für Dramaturg*in geschaffen, die Jana Gmelin nach ihrem Masterabschluss für Dramaturgie bekam. Roman hatte davor schon mehrere Stücke vom Zimmertheater gesehen und findet es unter anderem faszinierend, wie die Teamarbeit im Theater funktioniert. Jana findet auch die Herangehensweise mit der Stückentwicklung zeitgemäß und ergiebig, da es neue, aktuelle Stücke selbst entwickelt und nicht aus dem breiten Kanon genommen werden.

Während der ersten Corona-Welle blieb das Theater erstmals für eine Zeit lang geschlossen. LautDieter Ripberger hat der Lockdown – der übrigens gleich nach der letzten Aufführung am Freitag, 13.03. angefangen hatte – eine Art „Schockstarre“ beim Ensemble ausgelöst. Trotzdem konnte das Theater schnell reagieren und das geplante Stück „Freund Hein“ zu einem Audio-Walk umändern. Dies hatte ihre „Premiere“ Ende April und kann immer noch täglich jederzeit bis 20 Uhr besucht werden.

Ab Mitte September ist das Zimmertheater zurück mit Aufführungen, die teilweise sehr modern und experimentell sind. Ab Mittwoch, 16.09. wird immer mittwoch- und donnerstagabends bis 23.10 das VR-Stück „Vreedom“ angeboten. Immer halbstündig in Dreiergruppen kann der virtuelle Raum mit VR-Brille besucht werden, um in die digitale Immersion abzutauchen und selbst ein Teil der Erinnerung zu werden.

Ab Freitag, 18.09. startet Wiederaufnahme von „Nee, ich bin bloß fett geworden“ aus dem letzten Jahr. Dabei geht es um den gesellschaftlichen Druck auf Frauen über die Kinderfrage. Für den Spätherbst wird schon ein neues Stück „Wie ein zarter Schiller-Falter“ geprobt, das von Angstzuständen handelt; allerdings wird dabei mit verschiedenen Bewusstseinsebenen und lyrischen Formen experimentiert. Mehr Informationen gibt es auf der Internetseite von Zimmertheater Tübingen.


Audio

Das Interview in der Kurzversion

Download (19,53 MB)
ITZ_Spielzeit_kurz.mp3


Das ganze Interview zum Nachhören

Download (62,29 MB)
ITZ_Spielzeit_lang.mp3



Bilder




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