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Virusoffensive :: Schneewittchen

Fräulein Blume von der Virusoffensive liest Märchen vor, um sie jung und alt wieder näher zu bringen und in diesen harten Zeiten für Unterhaltung zu sorgen.

Silke Saracoglu ist Theterpädagogin und gemeinsam mit ihrem Praktikanten Lukas die Virusoffensive, bei welcher sie viele der altbekannten, aber gerne auch mal etwas nischigere Märchen vortragen. Durch ihren Theater-Hintergrund ist das ganze spielerisch aufgemacht, und so schlüpfen sie in die Rollen von "Fräulein Blume", einer Berlinerin, und "Herr Unkraut", einem eingefleischten Urschwaben, um die Geschichten mit einer Rahmenhandlung zu schmücken, welche an eine Kinderserie erinnert. Deshalb ist ihr Projekt aber nicht unbedingt nur an die Kleinen gerichtet. Auch Erwachsene sollen sich an den Erzählungen der Gebrüder Grimm und Konsorten erfreuen können, und die Beiden wollen, dass die alten Geschichten wieder mehr in den Vordergrund rücken und für eben die künstlerischen Werke mit viel Tiefgang angesehen werden, die sie sind.

Eine Königin hatte sich eine Tochter gewünscht: mit schneeweißer Haut, blutroten Lippen und Haar so schwarz wie Ebenholz. Der Wunsch wurde ihr erfüllt, und sie nannte das Mädchen "Schneewittchen". Doch beide ihrer Eltern starben, und ihre Stiefmutter hasste Schneewittchen für ihre Schönheit. Sie schickte einen Jäger, um das Mädchen zu töten, doch dieser hatte Mitleid und ließ sie im Wald leben. Dort fand sie ein kleines Häuslein, aß von dessen Speisen und schlief in einem der sieben Betten. Das Haus war aber bewohnt, und zwar von den sieben Zwergen, welche Schneewittchen im Bettchen liegen sahen. Sie ließen sie bei sich wohnen, wenn sie sich dafür um den Haushalt kümmern würde.

Der magische Spiegel der bösen Königin erzählte ihr, dass Schneewittchen doch noch leben würde, und ging, verkleidet als alte Frau, zur Hütte der Zwerge, um Schneewittchen mit giftigen Utensilien in den ewigen Schlaf zu versetzen, zuletzt mit dem berühmten roten Giftapfel. Die Zwerge waren sich sicher, sie wäre tot, und legten sie in einen gläsernem Sarg zur Ruhe. Als lange Zeit später ein Prinz bei den Zwergen rastete, verliebte er sich in das schlafende Mädchen und bekam von ihnen den Sarg. Dank einem tollpatschigen Diener fiel der Sarg runter, und ihr flog der Apfel aus dem Hals, und die wachte auf ein neues auf. Und so heiratete Schneewittchen den Prinzen. Auf der Hochzeit musste wurde noch die böse Königin hingerichtet, und Schneewittchen und der Prinz lebten glücklich bis an ihr Ende.


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Ho-rbuch_Schneewittchen_ganz.mp3





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