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IMI Kongress 2019 :: "Rüstung Digital"

Der diesjährige IMI-Kongress in Tübingen stand unter dem Thema "Rüstung digital". Wir waren live dabei und haben die Vorträge und Diskussionen für euch zum nachhören vorbereitet.

Am Samstagnachmittag ging Martin Kirsch im Rahmen des IMI-Kongresses 2019 unter dem Titel „Rüstung Digital“ auf die Verschiebungen im Rüstungswesen der Bundeswehr und deren möglichen Weg in die Kriegswirtschaft unter den Bedingungen der Digitalisierung ein.

Als Ausgangspunkt dienten die Thesenpapiere des Drei-Sterne-Generals Leidenberger von 2017 und 2018. Darin würde eine grundlegende Umstrukturierung des Beschaffungswesens gefordert, um die Landstreitkräfte der Bundeswehr für einen Krieg der Zukunft zu rüsten. Von der permanenten Beobachtung ziviler Forschung über die entwicklungsnahe Erprobung bis zur permanenten Einrüstung neuester Technik in Großverbände in einer Aufrüstungsfabrik („Werft fürs Heer“) würde eine Aufrüstungsspirale in Gang gesetzt, die an Vorgehensweisen der Kriegswirtschaft erinnere.

„Sollten die Vorschläge aus den Thesenpapieren Realität werden, wäre dies ein Bruch mit dem Beschaffungswesen der Nachkriegszeit. Nach dem Vorbild des Spiralmodells aus der Softwareentwicklung sollen Strukturen entstehen, die einem militärisch-ökonomischen Primat unterliegen und damit Politik und Bürokratie weiter entmachten.“ Kirsch weiter: „Ziel ist es, zivile Entwicklungen im Bereich der Digitalisierung militärisch nutzbar zu machen und dadurch einen Angriffsvorteil gegen ebenbürtige Gegner – also Russland – zu erlangen.“

Der komplette Vortrag ist unter diesem Beitrag nachzuhören.


Audio

Martin Kirsch :

Download (58,79 MB)
Martin_Kirsch_Digitalisierung_der_Bundeswehr.mp3





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