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Umweltbildungszentrum :: Markus Schwegler

Markus Schwegler vom Listhof Reutlingen erzählte viel über das Umweltbildungszentrum, seinen Arbeitsalltag und wie die Jahreszeiten Einfluss auf die Tiere und damit auf diesen nehmen, über den kleinen Zoo und Tiere, die sie beherrbergen, sowie allgemein über Tier, Natur und Mensch.

Markus Schwegler arbeitet seit 20 Jahren im Umweltbildungszentrum Listhof, war in der Gründungsphase als Ehrenamtlicher dabei und ist heute einer der Hauptamtsträger. Er veranstaltet Führungen durch das Naturschutzgebiet mit Kindern, Schulklassen, Azubis und angehenden Erzieher*innen. Seine Aufgaben sind Kundenkontakt für die Buchung von Umweltbildungsveranstaltungen, um bei Problemen mit Tieren zu helfen oder zu vermitteln; außerdem ist er Hornissen-Schutzbeauftragter und gelernter Landschaftstherapeut. 

Die 123 Hektar Fläche des zugehörigen Naturschutzgebiets waren früher Teil eines ca. 160 Hektar großen Militärgeländes, auf dem bis heute alte Dosen, Übungsmonition und Löcher und Gräben der damaligen Zeit zu finden sind. In besagten Gräben und Löchern sind heute einige Tümpel und andere Plätze, an denen sich viele Tierarten angesiedelt haben. 

Das Naturschutzgebiet wird in einigen Bereichen komplett sich selbst überlassen, da zum Beispiel absterbende Bäume Platz für Vögel und Insekten bieten, um sich einzunisten; in anderen Bereichen muss viel getan werden, um den Rückgang der Artenvielfalt zu verlangsamen. Ihn ganz aufzuhalten ist nicht möglich, aber bei guter Pflege lässt er sich verringern. 

Das Umweltbildungszentrum bietet Führungen durch das Naturschutzgebiet, mit Kindern und Schulkassen, um den Kontakt mit der Natur wieder zu etwas normalem zu machen, Kindern die Angst vor Tieren und dem schmutzig werden zu nehmen. Aber auch wird Kindern beigebracht, wie sie einzelne Käfer und Insekten zuhause artgerecht halten und füttern können. 

Auch einen kleinen Zoo und ein Krabbeltierhaus und anerkanntes Forschungszentrum für Insekten gibt es, unter anderem wurde ein Bieber aufgenommen, dessen Eltern verstorben sind. Er lebt nun zwischen Weiden in einem eingegrenzten Gebiet, was nicht ideal ist, aber besser als eine alte Badewanne im Garten. Es werden immer wieder Tiere aufgenommen oder an andere Stellen vermittelt, die bessere Möglichkeiten haben, die Tiere aufzunehmen.


Audio

Interview komplett

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Interview Kurzfassung

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