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Kurt Oesterle :: Die Stunde, in der Europa erwachte

Kurt Oesterle stellte sein druckfrisches Buch vor: "Die Stunde, in der Europa erwachte" spielt 1919 in der vom 1. Weltkrieg verwüsteten roten Zone, in der Menschen aus verschiedenen Teilen Europas mit unterschiedlichen Motivationen zusammenkommen.

Europa liegt 1919 in Trümmern und ist im Buch "Die Stunde, in der Europa erwachte" von Kurt Oesterle ein Ausgangspunkt für ein Europa der Emotionen und nicht ein Europa der Institutionen wie heute.

Schauplatz des Geschehens ist ein "Schlachtfeld-Bistro" in der kaum bewohnbaren "Roten Zone", wo die Landschaft infolge der Kriegshandlungen extrem verunstaltet war. Der enorme Waffeneinsatz hat alles quasi umgepflügt, Wege verschwinden lassen, Flüsse umgeleitet, Wälder ausgemerzt oder Höhenlinien verändert.

In dieser Grauenslandschaft steht die "Heldin der Ruinen", die Kneipe für alle, die nicht wegkönnen oder zurückkommen. Der 16-jährige Heimkehrer Minot sucht im Auftrag seiner Familie nach Resten des Familiensitzes und übernimmt stattdessen den Barbetrieb.

Dort kehren dann die Protagonisten des Buches ein: Der Kriegsgefangene Franz, der mit seinem Reparationsbatallion auch nach dem Waffenstillstand die Front abräumen und die Abertausenden von Toten unter französischer Bewachung begraben muss.

Das deutsche Ehepaar Krüger aus Esslingen besucht das Grab des gefallenen Sohnes auf dem Soldatenfriedhof und bemüht sich um eine illegale Umbettung per Leichenhandel.

Die junge Engländerin Elsie geht quasi auf Pilgerfahrt, um die traumatischen Kriegserlebnisse ihres heimgekehrten Mannes am Originalschauplatz verstehen zu lernen.

In diesem Sprachgewirr hilft der polyglotte Pole Jan als fremdsprachenbewanderter Knochen- und Metallsammler bei der Überwindung der Verständigungsprobleme.

Der Hund Gorm ist das einzige übersprachliche, stumme Wesen, eine preußische Dogge, zurückgelassen nach seinem Einsatz als Sanitätshund, verkörpert das Motiv von Mitgefühl und Verantwortung für andere.

Eine Rezension zum Buch gibt es hier beim Literaturblog Reklamekasper.


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