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Michael Kuckenburg zur NS-Vergangenheit seiner Ausbilder bei der Bereitschaftspolizei Göppingen

"Ich war unpolitisch, aber bei der Bereitschaftspolizei wurde ich immer politischer, als Abwehr"

Michael Kuckenburg ist ein pensionierter Lehrer, welcher in den späten 60er Jahren 18 Monate bei der Bereitschaftspolizei Göppingen war. Jetzt, 50 Jahre später, versucht er, etwas über seine damaligen Ausbilder herauszufinden und wie sie in die Verbrechen des NS-Regimes verwickelt waren.

Um damals nicht zum Bund zu gehen hat Michael Kuckenburg sich für eine 18-monatige Ausbildung bei der Bereitschaftspolizei beworben. Er sagt, dass man sich zwar immer Gedanken um die Vergangenheit der damaligen Ausbilder gemacht habe, aber nicht wirklich nachgeschaut. Der Alltag in den 18 Monaten war hart, so Kuckenberg. Sie mussten mit Pistolen und Maschinengewehren schießen und Granaten werfen. Auch wurde ihnen gezeigt, wie man gegen Demonstranten vorgeht, die damals noch "Störer" genannt worden sind. Michael Kuckenburg beschreibt die Suche in den alten Akten als eine Puzzle Arbeit, an manchen Tagen findet man nichts, an anderen viel.

Er will aber nicht nur etwas über die Vergangenheit seiner Ausbilder herausfinden, sondern auch über die ehemaligen Staatsorgane in den 50er und 60er Jahren, die solchen Leuten wieder normale Jobs gegeben haben und eine "schützende Hand" für diese waren.


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Interview_Michael_Kuckenburg_kurz.mp3


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