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Das "TALK Projekt"

Kabu, Boblin Starz, Lenzio, Marina und Carmela sprachen über das "TALK Projekt" - mit Tanz und Rap gegen Rassismus und Diskriminierung.

Das „TALK Projekt“ ist ein inklusives Antidiskriminierungsprojekt für Jugendliche, das begleitend zum Schuljahr Hip Hop Tanz & Rap Workshops anbietet. Zu Gast waren Kabu, Boblin Starz, Lenzio, Marina und Carmela.

Sie sind schon seit mehreren Jahren im Projekt aktiv und sprachen über ihre Erfahrungen. Einige der Jugendlichen sind sogar Captains und unterstützen so die Coaches der Gruppe. Um immer gut informiert zu sein, besuchen sie auch Fortbildungen und Schulungen.

Seinen Anfang nahm das Projekt, als einem dunkelhäutigen Jugendlichen  der Einlass zu einem Club in Reutlingen mehrmals verweigert wurde. In der Stadt und der gesamten Region fand er keine Ansprechpartner. Seinem Anliegen, sich gegen Rassismus zu wehren, wurde kein Gehör geschenkt. Erst in Berlin fand er eine passende Beratungsstelle und zeigte den Discobesitzer an.

Er gewann nicht nur den Fall, sondern sorgte auch dafür, dass man auf die fehlende Unterstützung in der Region aufmerksam wurde. Daraufhin entstand die Idee eines Projekts für Jugendliche im Kulturzentrum franz.K. Im Sommer 2013 wurde das „TALK Projekt“ gestartet.

Die Jugendlichen berichten, dass ihnen das Projekt in stressigen Zeiten eine große Stütze ist. Sie nennen sich die „Talk-Familie“, da sie sich frei und aufgehoben fühlen, als ob sie zu Hause wären. Ziel des Projekts ist es, eine Community zu schaffen, den Jugendlichen eine Stimme zu geben und ihnen die Chance zu geben ihre Talente zu zeigen.

Zudem haben sie vor den wöchentlichen Workshops die Möglichkeit sich mit den anderen auszutauschen. Beim „Pointspit“ ist für jeden ein offenes Ohr da. Gesprochen wird über Familie, Schule und persönliche Themen. Durch Tanz und Musik können sie ihre Gedanken und Gefühle ausdrücken. Die Captains gehen auf die verschiedenen Styles ein und geben allen die Möglichkeit, ihren Geschmack zu verwirklichen.Trotzdem gibt es gewisse Richtlinien. Die Gruppe repräsentiert eine Haltung, der die Mitglieder mit ihrer Kunst folgen sollten. Jeder sollte sich wohl fühlen und nicht von Tanz oder Musik angegriffen fühlen.

Obwohl Musik und Tanz helfen mit negativen Gefühlen umzugehen sollen sie keinesfalls eine negative Wirkung nach außen tragen. Vielmehr ist es den Jugendlichen wichtig, die Leute zum Nachdenken anzuregen und etwas positives anzustoßen. Je nach Künstler werden auch gesellschaftskritische und politische Themen in den Songs verarbeitet, aber nicht nur. Alle sollen die Möglichkeit haben, von den Dingen zu schreiben die sie gerade bewegen, im Positiven und im Negativen.

Zu sehen ist das „TALK Projekt“ am 18. Mai beim Hohbuchfest mit Tanz & Rap und am 13. Juli mit der „TALK Show“ im franz.K. Rapper Kabu performt am 29. Mai im franz.K.


Audio

Download (19,23 MB)
TALK_Interview_kurz.mp3


Download (71,81 MB)
TALK_Interview_lang.mp3



Bilder





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