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Frauenstimmen :: Die neue Frauenbewegung

Im Treppenhaus des Tübinger Stadtmuseums ist die Austellung "Frauenstimmen" zu sehen. Es werden aktive Frauen und Frauenaktionen aus Tübingen von 1919 bis heute gezeigt. (Teil 4)

Im Treppenhaus des Tübinger Stadtmuseum kann man sich auf eine Zeitreise von 1919 bis zur Gegenwart begehen. Vom 3. Stock bis ins Erdgeschoss werden Frauen präsentiert, die sich politisch engagieren. Die Ausstellung „Frauenstimmen“ bietet einen Einblick in die verschiedenen Epochen des letzten Jahrtausends und berichtet von Frauen und Aktionen in Tübingen.

Die „Tübinger Frauenblätter“ war eine feministische Zeitschrif, die von einer Gruppe des Frauenzentrums geschrieben wurde. Sie machten Themen wie Häusliche Gewalt, Vergewaltigung, Schwangerschaftsabbruch, die „Pille“ oder sexuelle Belästung öffentlich. Außerdem machten sie auf Initiativen und Unterstützungsvereine für Frauen aufmerksam und boten ein Forum für Frauengruppen an.

1979 gründete sich ebenfalls aus einer Gruppe des Frauenzentrums der Tübinger Frauenbuchladen. Dieser existiert bis heute in der Bursagasse. Die Gründerinnen inspirierten sich in einem us-amerikanischen Frauenbuchladen. Das Ziel war es unteranderem selbstbestimmt und selbstverwaltet zu arbeiten. Im Laden kann man nicht nur Bücher von und über Frauen kaufen, sondern er ist auch ein Ort zum Informationsaustausch, eine Anlauf- und Beratungsstelle und ein Treffpunkt.

Die Frauenakademie entwickelte sich 1978 als Bildungseinrichtung für Frauen außerhalb der Universität. Im Frauenzentrum konnten Räume für Seminare, Büro und eine Bibliothek genutzt werden. Die Frauenakademie war als „autonome Frauenuniversität“ geplant um wissenschaftliche Studien von Frauen zu fördern. Man wollte spezielle Studiengänge zur Erforschung der Situation der Frau, zur beruflichen Fortbildung der Frau und zu wissenschaftlichen Tätigkeiten einrichten. Vom Amtsgericht wurde jedoch der Begriff „Universität“ verboten, da es sich bei Universitäten um eine öffentliche Einrichtung handelt und deswegen dieser Name untersagt wurde. Mit der Auflösung des Frauenzentrums 1986 wurde auch die Frauenakademie aufgelöst.


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Frauenstimmen_Teil_4_1970er_Jahre.mp3



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