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Jürgen Grässlin :: Fluchtgrund: Waffenhandel - Wer Waffen sät, wird Flüchtlinge ernten

Der Friedensaktivist und "Deutschlands berühmtester Rüstungsgegner" Jürgen Grässlin hielt im FranzK in Reutlingen den Vortrag: Fluchtgrund: Waffenhandel - Wer Waffen sät, wird Flüchtlinge ernten.

Alle 13 Minuten stirbt ein Mensch auf der Welt durch eine Heckler&Koch Waffe! Waffenhandel ist die tödlichste Form der deutschen Außen- und Wirtschaftspolitik! Der Rüstungsgegner Jürgen Grässlin spricht diese unbequemen Wahrheiten aus. Er ist Lehrer und in seiner übrigen Zeit Friedensaktivist. Dabei ist er Bundessprecher der Deutschen Friedensgesellschaft - Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen, Sprecher der Kritischen AktionärInnen Daimler, Sprecher der Kampagne "Aktion Aufschrei: Stoppt den Waffenhandel!" und Vorsitzender des RüstungsInformationsBüros.

Jürgen Grässlin hat es sich zur Lebensaufgabe gemacht, "den Opfern von Waffenexporten eine Stimme und den Tätern Name und Gesicht zu geben". Dafür reist er in viele Länder, spricht mit den Opfern über ihre Erfahrungen und veröffentlicht ihre Geschichten in Büchern wie "Versteck dich, wenn sie schießen". Zu seinem Ziel gehört es daher auch, Rüstungsfirmen wie Heckler&Koch aufgrund ihres illegalen Waffenhandels vor Gericht zu bringen. Im Februar 2019 kam es jetzt zu der Verurteilung von zwei Heckler&Koch Angestellten und zu einer Bußgeldzahlung von 3,7 Mio. Euro seitens des Unternehmens.

In seinem Vortrag schlug Grässlin Brücken zwischen Globalisierung, Kapitalismuskritik, Waffenhandel und Geflüchteten. Er durchleuchtete den deutschen Waffenhandel, die Profiteure und die Verlierer dieser Exporte. Den Zuhörer*innen gab er aber auch Lösungsansätze mit auf den Weg.


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