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SOLAWI :: Solidarische Landwirtschaft Tübingen

Die Solidarische Landwirtschaft ist eine Gemeinschaft, die die vielfältige lokale Landwirtschaft fördert. Sie versorgt die Mitmachenden mit biologisch und lokal angebauten Gemüse und stellt den Lebensunterhalt der Bauern sicher.

Die Tübinger SOLAWI gibt es nun schon seit 2013. In Deutschland gibt es etwa 250 SOLAWIs. Das Konzept entstand zunächst in den 1960er Jahren in Japan, wo heute etwa ein Viertel der Haushalte an so einer Partnerschaft beteiligt sind.

Bei Solidarischer Landwirtschaft werden die Lebensmittel nicht mehr über den Markt vertrieben, sondern fließen in einen eigenen, durchschaubaren Wirtschaftskreislauf, der von den Verbraucher*innen mit organisiert und finanziert wird. SOLAWI ist eine Gemeinschaft, die die vielfältige lokale Landwirtschaft fördert. Sie versorgt die Mitmachenden mit biologisch und lokal angebauten Gemüse und stellt den Lebensunterhalt der Bauern sicher. Es ist eine nachhaltige Landwirtschaft durch die die bäuerliche, vielfältige Landwirtschaft erhalten bleibt, gesunde, frische Nahrungsmittel erzeugt werden und die Natur- und Kulturlandschaft pflegt wird.

Jeder Mitmachende, der sogenannte Prosument, erhält wöchentlich frisches Gemüse, das lokal von Bioland-Bauern angebaut wird. Das Gemüse ist saisonal. Dementsprechend gibt es im Sommer zum Beispiel viel Salat, Tomaten und Zuccini und im Winter Kohl, Kartoffeln und Karotten.

Die gesamte Gruppe der Prosumenten finanziert die Samen für die Pflanzen, vorgezogene Setzlinge, Lohnkosten für die Bauern und deren Angestellten, Mietkosten für die Abholräume, Transportkosten, Reperatutkosten und sonstige Kosten, die anfallen. Aus den gesamten Kosten wird mit der Anzahl der Prosumenten ein monatlicher Durchschnittsbetrag für jeden errechnet. Alle gemeinsam tragen die Kosten, auch wenn einmal die Ernte schlecht ausfällt und es weniger Gemüse gibt. So bekommn die Bauern trotzdem ihr Geld für ihre Arbeit und gehen nicht leer aus. Außerdem können auch Menschen mitmachen, die nicht so viel Geld haben um den gesamten monatlichen Beitrag zu bezahlen. Bei der jährlichen Bieterrunde schreibt jeder den Betrag auf einen Zettel, den er oder sie bezahlen kann. Wenn manche Leute mehr bezahlen können, ermöglicht dies anderen, die nicht soviel bezahlen können, das Mitmachen.

Die Bauern pflanzen allerlei Gemüse auf Äckern, mit und ohne Gewächshusdächern das gesamte Jahr über an. Die Samen und Setzllinge werden bei Biolandproduzenten gekauft. Die Tübinger SOLAWI wird von zwei Bauern gestemmt: Ecki Bäuerle aus Dußligen und Eckehardt Wizemann aus Waldhausen. Ecki hat in Dußlingen Ackerflächen mit und ohne Gewächshausdächern zur Verfügung. Dort wird zum Beispiel Salat, Tomaten, Kartoffeln, Paprika, Zuccini, Aubergine, Gurken und Spinat angebaut. Außerdem gibt es dort einen Kühlraum, in dem auch Gemüße gelagert werden kann.

In Waldhausen, auf dem Biolandhof von Herrn Wizemann wird unter anderem Kohl, Zwiebeln, Lauch, Kürbis, Bohnen, Rote Beete und  Pastinaken angebaut. Herr Wizemann hat seit 30 Jahren den Biolandhof und betreibt einen Milchkuhbetrieb und Felder mit Futter, Mais und Getreiden.

Manches Gemüse, wie zum Beispiel Karotten, Kartoffeln, Zwiebeln und manche Kohlarten werden eingelagert, damit die Prosumenten auch im Winter, wenn nicht so viel wächst, genug Gemüse bekommen.

Das Gemüse kann einmal in der Woche an verschiedenen Standorten abgeholt werden. Der Bauer transportiert das Gemüse vormittags dorthin, sodass die Prosumenten von Mittag bis Abend ihre Portionen abholen können. In einer Rundmail wird schon im vorhinein angekündigt, was es diese Woche geben wird. Dies steht dann im Abhohlort auf Tafeln und jeder wiegt sich selbst seine Portion ab. Verpackungen und Tragetaschen müssen selbst mitgepracht werden.

SOLAWI kann auch ein Bildungs- und Erfahrungssraum für die Prosumenten sein. Jeder und jede ist herzlich eingeladen auf dem Acker mit zu helfen: bei der Ernte, beim Sähen und beim Pflanzen. Geimeinsam auf dem Acker, an der frischen Luft ist man mit der Natur verbunden, hat die Chance sich die Hände mit Erde einzudrecken und das macht richtig Spaß!

Unahbhängig von der Gemüse-SOLAWI gibt es in Tübingen auch noch doe Obst-SOLAWI. Sie wird von Herrmann organisiert. Die Prosumenten der Obst-SOLAWI bekommen wöchentlich Obst aus der Region wie zum Beispiel Äpfel, Birnen, Pflaumen oder Säfte, Marmeladen und Aufstriche oder eingemachtes Obst.


Audio

Eckehardt Wizemann

Download (8,08 MB)
Eckehardt_Wizemann_.mp3


Klaus Gräff über SOLAWI

Download (50,13 MB)
Klaus_ueber_SOLAWI.mp3


Herrmann Kley über Obst-SOLAWI

Download (35,15 MB)
Herrmann_ueber_Obst-SOLAWI.mp3


Ecki Bäuerle

Download (20,82 MB)
Ecki_Baeuerle.mp3


SOLAWI Interviews

Download (18,56 MB)
SOLAWI_Interviews.mp3



Bilder








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