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European Freaks :: Stereo Act am ITZ

Das sechsköpfige ungarische Theaterkollektiv Stereo Akt erarbeitet gemeinsam mit interissierten Bürgerinnen und Bürgern das partizipative Performance-Theaterprojekt "European Freaks".

Der ungarische Regisseur Martin Boross kommt aus Budapest. Zusammen mit seinen Kollegen von Stereo Akt, einem ungarischen freien Theaterkollektiv, arbeitet er am Projekt "European Freaks" in Tübingen. Martin Boross und Ilja Mirsky waren bei der Wüsten Welle zum Interview zu Gast.

Stereo Akt wurde 2013 gegründet. Die Aufführungen der Gruppe basieren auf den Feldern: Theater, Tanz, Musik, Sound Design und Visuellen Künsten. Thematisiert werden Streitpunkte der heutigen Gesellschaft und Gemeinschaften. Die Zuschauer werden miteinbezogen und die aktive Teilhabe des Publkums ist ein großer Teil der Dramaturgie. Stereo Akt machte schon einen Dokumentarfilm und zahlreiche lokale und internationale Theaterprojekte, zum beispiel in Spanien, USA, Berlin, Polen, Dänemark und den Niederlanden.

Ihre Stücke werden nicht nur in klassischen Theatersälen aufgeführt, sonder auch Open Air. Außerdem basieren die Stücke nicht auf einem schon geschriebenen Text, sondern entstehen durch aktuelle Situationen und Themen in der Gesellschaft oder der Mitglieder. So kommen die Texte durch eine kollektive Recherche zustande. Der Theatergruppe ist es wichtig, unabhängig und frei zu sein und dass jedes Mitglied Verantwortung für das Projekt trägt. Außerdem knüpft Stereo Akt Partnerschaften im Ausland und genießt es, nicht nur in der Heimat zu arbeiten, sondern auch neue Leute und Umfelder kennen zu lernen.

Für ihr aktuelles Projekt „European Freaks“ sind sie in Tübingen und arbeiten mit dem ITZ, dem Institut für theatrale Zukunftsforschung, zusammen. In den ersten drei Tagen des Februars 2019 fand im Löwen der sogennante „European Freaks Con“ statt. Dies war ein dreitägiges offenes Barcamp für alle Interessierte. Es gab künstlerische Beiträge und kontroverse Gespräche, bei denen Ideen und Utopien für Europa entwickelt wurden.

In einem kreativen Rahmen konnten Einzelpersonen, Initiativen, Vereine und andere Gruppen Vorschläge einbringen und ihre Positionen vorstellen. Mit den Ergebnissen und Ideen des Kongresses entwickelt nun Stereo Akt ihre gleichnamige Theater-Performance. Dazu laden sie alle Interessierte zum Mitmachen ein: Am 23. und 24.2. wird es Workshops geben, um dann gemeinsam das Stück zu gestalten und sechs Aufführungen im März zu meistern.

Inhaltlich geht es um Europa und die Zukunft für die europäische Gesellschaft. Ist es gut so wie wir leben? Wie sollten wir zusammenleben? Was ist Realität, was nicht? Außerdem soll der Titel „European FREAKS“ eine Rolle spielen. Wer sind die wirklichen Freaks in Europa? Was ist normal? Werden wir von den Medien gelenkt? Die Gruppe möchte sich kritisch mit den Themen auseinandersetzen. Dabei soll nicht einfach nur kritisiert werden und alle teilen dieselbe Meinung sein, sondern verschiedene personelle und kontroverse Meinungungen sollen zur Geltung kommen.


Audio

Download (16,02 MB)
european_freaks_kurz.mp3


Download (66,51 MB)
European_freaks_komplett.mp3



Bilder




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