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Alternativer Stadtrundgang :: 4-Häuser-Projekt und das Mietshäuser Syndikat

Der Abschluss der Reihe handelt von einer wohnpolitischen Alternative, die in Tübingen Verbreitung gefunden hat - dem sogennanten Mietshäuser Syndikat.

4 ehemalige Offizierskasernen sind heute Wohnraum für 94 Menschen, 37 davon Kinder, die sich selbstverwaltet organisieren und es geschafft haben, seit dem Hauskauf 2011 den Mietpreis pro qm² konstant zu halten - während er drumherum rapide gestiegen ist.

Ermöglicht wurde dies durch den Hauskauf in Kooperation mit dem Mietshäuser Syndikat, einem Verbund von über 130 Hausprojekten in Deutschland. Eine zuerst kompliziert anmutende rechtliche Struktur soll garantieren, dass Häuser dauerhaft dem Wohnungsmarkt und den damit verbundenen Preissteigerungen entzogen werden und die in den Häusern wohnenden Menschen selbst über die Art ihres Zusammenlebens entscheiden können.

Nicht das Syndikat, sondern eine eigens gegründete GmbH wird Eigentümerin des entsprechenden Wohnraums. Gesellschafter dieser GmbH sind der Hausverein der dort lebenden Menschen und andererseits das Mietshäuser Syndikat. Die beiden Parteien haben ein Vetorecht, um einen eventuellen Verkauf des Hauses zu verhindern.

Um ein neues Wohnprojekt zu finanzieren, berät das Mietshäuser Syndikat die neuen Projekte. Da Eigenkapital bei der Neugründung von Wohnprojekten oft eher rar ist, wird eine teilweise Finanzierung durch niedrigverzinste Direktkredite angestrebt. Um junge Projekte finanziell zu entlasten und die Mieten niedrig halten zu können, setzt der Projektverbund auf Solidartransfers zwischen den etablierten und den noch zu etablierenden Projekten.


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Stadtrundgang_Teil_7_4HP_und_MHS.mp3



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