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Alternativer Stadtrundgang :: Entmietungen in der Südstadt

Der sechste Teil der Reihe befasst sich mit Vorgängen in der Südstadt, bei denen langjährige Mieter*innen aus ihren Wohnungen verdrängt werden um teureren Studierendenwohnungen Platz zu machen.

Im Rahmen der Ernst und Karola Bloch Wochen lud die interventionistische Tübingen zu einem Stadtrundgang der etwas anderen Art ein. Nicht Stiftskirche, Rathaus und Schloss Hohentübingen standen im Fokus, stattdessen erfuhren die etwa 20 Teilnehmer*innen etwas über Wohnprojekte, Hausbesetzungen, Leerstand und Stadtentwicklungsprozesse.

Die Südstadt macht beim Schlendern durch die Wohnviertel eigentlich einen ganz behaglichen Eindruck, anders erlebten es mehrere Mieter*innen, deren Häuser im sanierungsbedürftigen Zustand an ein Immobilienunternehmen verkauft wurden. Daraufhin berichteten die Betroffenen von Zuständen, die manche letztendlich dazu trieben ihre Wohnungen aufzugeben. Heizungen wurden bei Umbauarbeiten im Winter abgedreht, Türen in privaten Wohnräumen sollen ohne Vorankündigung zur Installation von Satelliten-Anlagen aufgebrochen worden sein und Kündigungen wurden ausgesprochen. Nach der Sanierung wurden die ehemaligen Familienwohnungen zu höheren Preisen in Einzelmietverträgen an Studierende vermietet. Kalkuliertes Mobbing zur Profitsteigerung - wie einige der Betroffenen es deuten.


Audio

Download (13,13 MB)
Stadtrundgang_Teil_6_Entmietungen_Suedstadt.mp3





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