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Arabisches Filmfestival :: Rezension "The Reports on Sarah and Saleem"

Das Drama beschäftigt sich mit der Affäre zwischen einer Israelin und einem Palästinenser. Diese entwickelt sich im im Laufe des Films aufgrund einer Aneinanderreihung unglücklicher Umstände zu einer politischen Angelegenheit.

 "The reports on Sarah and Saleem" ist ein Drama vom palästinensischen Regisseur Muayad Alayan, welches im September 2018 erschien. Die Originalfassung ist in arabischer und hebräischer Sprache mit deutschen Untertiteln.

Die beiden Hauptpersonen des Dramas sind Sarah und Saleem. Sarah ist Israelin und Mutter einer kleinen Tochter, während Saleem Palästinenser ist und bald Vater wird. Die beiden haben eine Affäre miteinander, welche sie vor ihren Familien und sozialen Umfeld verheimlichen müssen. Sie haben sich über das Café von Sarah kennengelernt, welches Saleem regelmäßig beliefert.

Eines Nachts muss Saleem aufgrund einer Lieferung nach Betlehem fahren, wobei er von Sarah begleitet wird. Nachdem er seinen Auftrag erledigt hat, gehen sie zusammen in ein Café. Dort wird Sarah von einem fremden Mann belästigt, woraufhin Saleem handgreiflich wird.

Einige Zeit später wird Saleem festgenommen, da der Mann aus dem Café den Behörden mitteilte, dass es sich bei Sarah angeblich um eine Prostituierte handelt. Saleem ist nun gezwungen, Lieferberichte zu fälschen, in denen er angibt, er habe mit der Prostituierten geschlafen. Diese Berichte werden vom israelischen Geheimdienst gestohlen, weshalb er einige Tage später vom Militär festgenommen wird. Ihm wird vorgeworfen, eine Israelin rekrutiert zu haben.

Von nun an ist den Beiden der Geheimdienst auf der Spur, was sie auch vor ihrem sozialen Umfeld nicht länger verheimlichen können. Es beginnt ein gefährliches Intrigenspiel zwischen denen, die Macht haben und die sie nicht haben.

 Das Drama startet mit einer unkomplizierten außerehelichen Affäre und strahlt eine gewisse Ruhe aus. Die Spannung steigt, sobald die Familien und Behörden die Verstrickungen bemerken. Am Ende stehen die Hauptpersonen der großen Katastrophe gegenüber. Der Film weißt somit die klassische Spannungskurve eines Dramas auf.

Interessant ist, dass sich die Handlung des Films nur wegen der spezifischen Lage zwischen Israel und Palästina entfalten kann. Der Film eröffnet Einblicke in die komplizierte Konstellation der ethnischen Gruppen in der Region und darüber, wie Militär und Geheimdienste das Leben Einzelner beeinflussen können.


Audio

Download (7,79 MB)
Rezension_Sarah_und_Saleem.mp3





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