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Almost Alive - Teil 1

In der Ausstellung "Almost Alive", die noch bis zum 21.10.2018 in der Kunsthalle Tübingen stattfindet, geht es um hyperrealisitsche Skulpturen in der Kunst. Was das genau bedeutet und wie sich die hyperrealistische Kunst im Laufe der Zeit gewandelt hat, erklärt uns die Direktorin der Kunsthalle Nicole Fritz auf einem persönlichen Rundgang durch die Ausstellung.

Die Ausstellung Almost Alive zeigt einen Überblick über die hyperrealitische Skulptur, von ihrer Anfangszeit in den 1960er Jahren bis in die Gegenwart.

Spannend ist die Skulpur, die direkt am Eingang der Kunsthalle zu sehen ist. Diese stammt aus dem Jahr 1810 und wurde von Johann Heinrich Dannecker gefertigt. Die Wiesennymphe dankt der Wassernymphe, weil diese ihr täglich Wassser spendet. Dannecker, der sehr fasziniert vom weiblichen Körper war, konnte die Figuren jedoch nicht realistisch abbilden, da dies damals als Tabu gallte. Somit verfremdete er die Körper und verpackte sie in einen Mythos.

Hundert Jahre später, in den 1960er Jahren, konnten die Bildhauer den menschlischen Körper dann schon ganz anders darstellen. Statt einem Mythos, sieht man jetzt einen realen Körper. An der Skulputur lässt sich gut die Entwicklung unserers Körperverhältnisses erkennen. Es entshteht der Eindruck, dass die Grenze zwischen Kunst und Wirklichkeit aufgehoben wird. Hanson, De Andrea und viele weitere Pioniere der hyperrealistischen Skulptur bzw. deren Bewegung, wollten die Kunst auf den Alltag erweitern. Sie wollten ganz normale, relae Menschen abbilden.


Audio

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Almost_Alive_Station_1.mp3



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