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Kennen Sie Tübingen :: 400 Jahre 30 jähriger Krieg - Stiftskirche (Teil 2)

Bei der Stadtführung am Montag, den 27.8 gab es einiges über den 30 jährigen Krieg zu erzählen, auch wenn es kaum sichtbare Spuren in Tübingen gibt. Franz Brendle, der in der Tübinger Uni Neue Geschichte lehrt, führte interessierte Tübinger knapp zwei Stunden durch die schmalen Gassen der Altstadt. Die vierte Station war die Stiftskirche.

1555 wurde der Augsburger Religionsfriede zwar schon zwischen Lutheranern und Katholiken geschlossen, allerdings gab es noch einige unklare Formulierungen. Diese wurden meist bewusst als Kompromissformeln geschrieben, damit beide Seiten damit leben konnten.  Im Prozess der Konfessionalisierung sah man weniger die Gemeinsamkeiten, sondern viel mehr die Gegensätze der beiden Konfessionen. Unstimmigkeiten gab es auch über den Besitz der Kirchengüter. 

1629 erlies der Kaiser dann auf dem Höhepunkt seiner Macht ein Restitutionsedikt, welches sich auf eine dieser unklaren Formulierungen bezog. Im Augsburger Religionsfrieden wurde vereinbart, dass alle Klöster, die bis 1552 sekularisiert worden waren, rechtmäßig sekularisiert worden sind. Dies wurde sowohl von den Protestanten, als auch von den Katholiken unterschiedlich interpretiert. Das Restitutionsedikt besagte, dass nur die katholische Auslegungsweise gültig ist. Dies sorgte für viel Aufruhr im Rest des Landes, vor allem bei den Protestanten. 


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4_fertig_Kennen_Sie_Tuebingen_Stiftskirche.mp3





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