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Kennen Sie Tübingen? :: 400 Jahre 30 jähriger Krieg - Stiftskirche (Teil 1)

Bei der Stadtführung am Montag, den 27.8 gab es einiges über den 30 jährigen Krieg zu erzählen, auch wenn es kaum sichtbare Spuren in Tübingen gibt. Franz Brendle, der in der Tübinger Uni Neue Geschichte lehrt, führte interessierte Tübinger knapp zwei Stunden durch die schmalen Gassen der Altstadt. Die dritte Station war die Stiftskirche.

Tübingen war lange Zeit nicht unmittelbar von den Kriegsfolgen betroffen. Das liegt unter anderem daran, dass zu Beginn des Krieges, bei dem Aufstand in Böhmen, ein Großteil des evangelischen Deutschlands nicht mitgemacht hat.

Die protestantischen Böhminschen Stände hatten dort die Stadthalter hinausgeworfen und den Habsburger als Landesherrn und Böhmischen König abgesetzt. Daraufhin bildeten sie dort zunächst ein Ständedirektorium, welches den Kurfürsten der Pfalz, Friedrich V. zum Böhminschen König wählte. Friedrich V. war allerdings innerhalb des protestantischen Lagers nicht unumstritten, da er ein Anhänger der Schweizer Reformation und damit ein Calvinist war und kein Lutheraner. 

Tübingen war Ende des 16. Jahrhunderts Ausgangspunkt einer Einigungsbewegung des Deutschen Luthertums gewesen. Einer der maßgeblichen Beteiligten dieser Bewegung war Johann Jakob Andreae, der in der Stiftskirche begraben liegt. 


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