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Kennen Sie Tübingen? :: 400 Jahre 30 jähriger Krieg - Befestigungsmauern

Bei der Stadtführung am Montag, den 27.8 gab es einiges über den 30 jährigen Krieg zu erzählen, auch wenn es kaum sichtbare Spuren in Tübingen gibt. Franz Brendle, der in der Tübinger Uni Neue Geschichte lehrt, führte interessierte Tübinger knapp zwei Stunden durch die schmalen Gassen der Altstadt. Die zweite Station waren die Befestigungsmauern.

Heute wissen wir, dass das Bild, das wir vom 30 jährigen Krieg haben sehr viel differenzierter ist, als es in allgemeinen Beschreibungen zum Ausdruck kommt. Neben Landschaften, die durch den Krieg komplett zerstört wurden, gibt es auch jene Regionen, die weitestgehend verschont wurden und sogar solche, die durch den Krieg Profit gemacht haben. Im Nordwesten Deutschlands fanden über viele Jahre Friedensverhandlungen statt und das Gebiet wurde somit zu einer "Neutralen Zone". Es gab also eine Art "Schneise der Zerstörung", die vom Nordosten Deutschlands in den Südwesten Deutschlands bis ins Elsass reicht.  

Tübingen blieb dank der Befestigung weitestgehend vom Krieg verschont. Befestigte Städte machten es für Belagerer schwierig die Städte einzunehmen. Dies führte oftmals zu strategischen Planspielen an Stelle von Schlachten. Durch Verhandlungen mit den anrückenden Heeren konnten Plünderungen und Zerstörungen abgewehrt werden. Die Städte gaben den Heeren ein sogenanntes "Abzugsgeld". Geld, welches die Heere vermutlich eingenommen hätten, jedoch ohne die Verluste von zahlreichen Menschenleben. 


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