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Henning Zierock über das Chorprojekt Mauthausen

Henning Zierock hat die Gesellschaft "Kultur des Friedens" gegründet und organisiert nun ein riesiges Chorprojekt, das anlässlich des Tages der Befreiung in der Stiftskirche aufgeführt wird - zusammen mit Konstantin Wecker und dem weltbekannten Komponisten Mikis Theodorakis.

"Die Kultur des Friedens ist ein Gegenentwurf zu einer Welt der Ausbeutung, der Kriege, der Zerstörung der Natur und der menschlichen Persönlichkeit", so Henning Zierock über die von ihm gegründete Gesellschaft "Kultur des Friedens". Im Interview mit Gabriele Busse spricht er hier in der Wüsten Welle über seine Ziele, über die bisherigen Erfolge und vergangenen Aktionen. Die wichtigste kommende Aktion ist am 8. Mai anlässlich des Tages der Befreiung - zusammen mit einem hundertköpfigen Chor und Konstantin Wecker in der Tübinger Stiftskirche. Interessierte können sogar noch mitwirken: Eine der Arien der Mauthausen-Kantate wird von allen zusammen gesungen, die singen wollen. 

Schon dreißig Jahre lang kämpft Henning Zierock mit seiner Gesellschaft "Kultur des Friedens" gegen Krieg, Ausbeutung und Verletzung der Menschenrechte. Gerade jetzt ist seine Arbeit wichtiger denn je. Sein nächstes großes Projekt ist eine Konzertreise mit Konstantin Wecker auf die griechische Insel Lesbos, wo er für Flüchtlinge eine Musikschule gegründet hat. Er war auch 2015 vor Ort, als täglich Zehntausende ankamen und um ihr Leben kämpften. 

Hier in der Wüste Welle berichtet er aber vor allem über sein riesiges Chorprojekt, das am 8. Mai in der Stiftskirche Hunderte von Sängerinnen und Sängern zusammenführt. Konstantin Wecker singt die Arien der Mauthausen-Kantate und auch eigene Lieder. Möglicherweise wird sogar Mikis Theodorakis, der 92-jährige Komponist, eigens anreisen und vor Ort sein. 

Doch das ist nur eine von mehreren Veranstaltungen: Anlässlich des 30jährigen Jubiläums der Gesellschaft "Kultur des Friedens" werden innerhalb von drei Tagen viele Veranstaltungen stattfinden, auch Demonstrationen. Am 9. Mai soll zudem im LTT das Friedensparlament gegründet werden, als Gegenentwurf zu einer Regierung, die gerade in der Militarisierung nicht mehr die Meinung der Mehrheit vertrete, so Zierock. Die Jubiläumsfeierlichkeiten enden dann am 10. Mai mit einer Kundgebung vor der US-Amerikanischen Basis Africom in Suttgart. 

Veranstaltungen: 

- Sa, 28. April, 15-17.Uhr, Gemeindehaus Lamm am Marktplatz: gemeinsamer Probetermin für alle, die am 8. Mai abends in der Stiftskirche mitsingen wollen.

- Di, 8. Mai, 15.00 Stadtfriedhof, Gräberfeld X: Gedenken der Naziopfer. 

- Di, 8. Mai, 20.00 Stiftskirche: Konzert mit Mikis Theodorakis, Konstantin Wecker, Federico Mayor, Friedensbotschaft von Gorbatschow, hundertköpfiger Chor. 

- Di, 8 Mai 17.00, Holzmarkt: Friedenskundgebung

- Mi, 9. Mai, 12.00, Geschwister-Scholl-Platz, Uni Tübingen: Gedenkaktion anlässlich des Geburtsages von Sophie Scholl.

- Mi, 9. Mai, 20.00, LTT: Gründung des Friedensparlamentes, Diskussion: "Let´s make PEACE great again."

- Do, 10. Mai, 12-14.00, Stuttgart-Möhringen, Kommandozentrale US-Africom (Plieninger Str. 289): Friedenskundgebung. 

 


Audio

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