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Ein Gespräch im Hause Stein über den Abwesenden Herrn von Goethe

Am 10. März prämiert im Zimmertheater das Stück "Ein Gespräch im Hause Stein über den Abwesenden Herrn von Goethe" von Peter Hacks. Die Dramaturgin des Stücks Sandra Schumacher hat bei uns über das Stück und die Beziehung zwischen Johann Wolfgang von Goethe und Charlotte von Stein gesprochen.

Ein Gespräch im Hause Stein über den Abwesenden Herrn von Goethe ist ein Monolog in dem Charlotte von Stein ihre Beziehung mit Goethe aufarbeitet. Es spielt 1786 nachdem Goethe ohne Vorwarnung und ohne Abschiedgrüße aus Weimar abreißte. Zehn Jahre hatte Goethe in der Stadt verbracht und währenddessen war Charlotte von Stein mindestens zu einer engen Freundin, wenn nicht sogar zu einer Geliebten geworden.

Seit dem Eintreffen des Dichters war sie dazu auserkoren diesem das Höfische Benehmen beizubringen. Dies war aber wohl nicht immer leicht. So hätte Goethe wohl nur zwei Stimmungen gekannt: "Entweder er flennte oder er fluchte". Trotzdem ist wohl eine sehr innige Beziehung zwischen den beiden entstanden und es sind zahlreiche Briefe seitens Goethe erhalten, die mit Liebesbekundungen gefüllt waren. Die Antworten von Charlotte von Stein hat sie von Goethe zurück gefordert und vernichtet, wie die Beziehung also tatsächlich aussah kann man unmoglich nachvollziehen.

Das Produktionsteam des Stücks besteht komplett aus Frauen, die sich öfters schwer getan haben mit dem Text von Peter Hacks. Dieser sei zwar gut geschrieben aber wäre teilweise angesichts der Enstehungszeit, der Zeit in dem er spielt und dem Fakt, dass in ihm eine Mann durch eine Frau schreibt, nicht gerade feministisch. Trotzdem sieht Sandra der Premiere am 10. März positiv entgegen.


Audio

Interview mit Sandra Schumacher

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Interview_Sandra_Schumacher.mp3



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