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Kokain am Zimmertheater

Das Zimmertheater bringt das Stück "Kokain" von Pitigrilli mit einer eigenen Theaterfassung auf die Bühne. Dramaturg Michael Hanisch berichtet vom Entstehungsprozess der Ensemblefassung, dem zeitgeschichtlichen Kontext und den globalen Nebenwirkungen von Kokain.

Der italienische Schriftsteller Pitigrilli hat seinen Roman "Kokain" 1922 veröffentlicht und damit einen literarischen Skandal ausgelöst. Er war zeitweilig verboten oder nur unter dem Ladentisch erhältlich und schaffte es sogar noch 1988 auf den deutschen Index der jugendgefährdendnen Schriften.

Die teilweise sehr expliziten Schilderungen von Sex und Drogenkonsum stießen häufig auf Ablehnung, liefern jedoch ein realistisches Sittenbild der 1920er Jahre. Sie bieten gleichermaßen Einblicke in die Welten der reichen Räusche mit exzessiven Orgien und in die Halbwelt der süchtigen Existenzen. Kokain macht aus einstmals schillernden Leuten Mumien, heißt es einmal im Roman.

Das Zimmertheater-Team ging ohne feststehende Theaterfassung an das Projekt Kokain heran und entwickelte die Bühnenversion als Ensemblefassung zusammen mit Regisseur, Daramturg und den beiden Schauspielern.

Die Hauptfigur Tito (Raffaele Bonazza) ist die Konstante, alle weiteren Figuren übernimmt Kim Bormann. Im Zentrum steht die Dreiecksgeschichte von Tito und seine Affären mit der Burlesque-Tänzerin Maud und der geheimnisvollen Georgierin Kalantan.


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