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Nachrichten vom 02.11.2015

Filmtage vor dem Start

Am kommenden Mittwoch starten die 32. Französischen Filmtage in Tübingen und Stuttgart. Das Team um Festivalleiter Christopher Buchholz hat 500 Filme gesichtet und präsentiert jetzt 27 der Filme als Deutschland-Premieren. In den verschiedenen Wettbewerben gibt es Preisgeld im Gesamtwert von mehr als 30.000 Euro zu gewinnen. Zu den Filmen gesellt sich ein neuer Programmschwerpunkt: Eine Bestandsaufnahme der politischen und gesellschaftlichen Situation in Frankreich. Dazu gibt es zwei Themenabende mit Diskussion: Am Sonntag über die Gesellschaft im Umbruch und am Montag über die Presse- und Meinungsfreiheit. Zum Feiern gibt es am Samstag in Kooperation mit der Wüsten Welle die Festivalparty im Epplehaus mit der Band Les Quitriche, 60ies-beat francais. Am heutigen Montag ist Festivalleiter Christopher Buchholz von 15 Uhr an bei uns im Interview. Am Mittwoch übertragen wir von 19 bis 20 Uhr von der Eröffnung aus dem Kino Museum.

Cinéma Jenin Benefiztour

Die Betreiber des Cinéma Jenin im Westjordanland waren vergangenen Mittwoch zu Gast im Kino im Waldhorn in Rottenburg. Mohammed Dazuqi und Ayman Ibrahim warben um finanzielle Unterstützung, damit sie das Kino in der Stadt Jenin weiterhin betreiben können. Nachdem das Haus über 20 Jahre hinweg zerstört und unbenutzbar war, konnte es 2010 neu eröffnet werden. Als Initiator des Restaurationsprozesses gilt der Tübinger Filmemacher Marcus Vetter. Mittlerweile ist aus dem Cinéma Jenin ein richtiges Kulturzentrum mit Freiluftbühne, Workshops und festen Mitarbeitern geworden. Die Lage im Westjordanland habe sich jedoch verschärft. Das israelische Militär wolle die Entwicklung einer palästinensischen Kultur verhindern. Das Projekt ist nun dringend auf Spenden und Unterstützung angewiesen. Informationen und die Möglichkeit zum Spenden gibt es auf www.cinemajenin.org

Kultur ohne Ausnahme

Am vergangenen Dienstag feierte das Projekt ‚Kultur ohne Ausnahme’ seinen Start im Reutlinger franz k. Ziel sei es, kulturelle Institutionen weiter zu öffnen und deren Programm zu erweitern. Menschen mit Behinderung sollen zukünftig einfacher und besser an Veranstaltungen teilnehmen können. Dieser Prozess beginne nicht erst bei der Barrierefreiheit der Lokalität, sondern bereits bei lesbaren und richtig positionierten Hinweisen. Das Projekt soll auch vernetzen und zu Tandem-Aktionen animieren, bei denen Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam Kultur schaffen.

Schulsportmentoren

Integration kann auf vielen Ebenen passieren. So eben auch im Sport. Vergangene Woche haben 28 Schüler aus der Region an einem Pilot-Projekt teilgenommen. Im Rahmen des bereits vorhandenen Projekt Schulsport-Mentoren haben nun erstmals Schüler mit Migrationshintergrund den Kurs mit dem Schwerpunkt Integration absolviert. Martin Beck, vom Staatlichen Schulsport-Amt betonte, dass Mentoren mit Migrationshintergrund immer noch in der Unterzahl sind. Mit diesem neuen Projekt soll dieses Ungleichgewicht ausgeglichen werden. Im Vordergrund steht hierbei nicht der Sport, sondern viel mehr das Miteinander. Man muss kein Sportler sein, um an diesem Projekt teilzunehmen, so Beck.

Bolzplatz muss weichen

Auf dem Bolzplatz bei der Aischbachschule darf niemand mehr kicken, weil dort 2014 bei Baggerarbeiten eine Granate aufgetaucht war. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst (KMBD) hat die Granate zwar beseitigt, kann allerdings nicht ausschließen, dass noch weitere Geschosse unter dem Bolzplatz liegen. Das Abtragen der gesamten Fläche würde allerdings zuviel kosten. Die Suche mit Metalldetektoren bringt auch nichts, weil die Fläche vor dem Zweiten Weltkrieg eine Mülldeponie war. Jetzt empfiehlt die Verwaltung dem Gemeinderat, die Fläche wieder aufzufüllen und für den Bolzplatz einen neuen Standort zu suchen. OB Palmer würde auch auf der belaststen Fläche mitkicken, weil dort schon jahrzentelang ohne Explosionen gekickt worden sei.

Bürgerstiftung gegründet

Die Bürgerstiftung Mössingen ist auf dem besten Weg die Arbeit aufnehmen zu können. Am letzten Mittwoch fand im Feuerwehrhaus die Gründungsversammlung statt. Das geforderte Gründungskapital für eine Bürgerstiftung von mehr als 100.000 ist vorhanden. In der Präambel der Stiftungssatzung ist der Grundgedanke der Stiftung eine Plattform in Mössingen zu sein, um sich für eine lebenswerte und liebenswerte Stadt einzusetzen. Der Stiftungszweck ist weit gefasst, von Jugend- und Seniorenarbeit über Kultur und Bildung bis hin zu Gesundheitspflege und Sport. Die Mössinger Bürgerstiftung ist gemeinnützig und mildtätig. Das Stiftungskapital darf nicht angegriffen werden. Auf der Internet-Seite www.bürger stiftung-mössingen.de gibt es alle weiteren Informationen rund um die Mössinger Bürgerstiftung.

Plattform für Stückle

Rund 40 000 Bäume stehen auf der Gemarkung Mössingen, 10 000 davon gehören der Stadt – ein Besitz, der mehr Pflege erfordert, als die Stadtverwaltung erbringen kann. Nun soll eine neue Internetplatform für die Stadt, ihre Landschaft und die Bürger eine win-win-Situation schaffen: Auf www.mystueckle.de können Streuobstwiesen der Stadt gepachtet werden. Die sogenannten Allmendteile sind rund 10 Ar groß, mit fünf bis zehn Bäumen bepflanzt und kosten 6,50 Euro im Jahr. Außer Äpfeln und Birnen gibt es auch Kirsch-, Mirabellen- und Nussbäume. Im Internet erfährt man nicht nur Lage und Obstbestand der Grundstücke, sondern auch Alter, Höhe und Stammdicke der Bäume, Zustand und den Anteil an Totholz. Die Bäume müssen geschnitten und die Wiesen gemäht werden, es dürfen keine Zäune errichtet und keine Grillstellen angelegt werden. Picknicke für die ganze Familie sind allerdings kein Problem. Noch sind nicht alle Daten erfasst, die aktuell kartierten Stücke befinden sich am Farrenberg.

Hechingen im Asterix

Die Archäologen der römischen Villa in Hechingen sind entzückt: Ihre Villa Rustica prangt auf Seite 10 des allerneusten Asterix-Heftes "Der Papyrus des Cäsar". Der Zeichner ist Didier Conrad, der vor vor zwei Jahren gemeinsam mit dem Texter Jean-Yves Ferri Albert Uderzo ablöste. Dr. Stefan Schmidt-Lawrence, der wissenschaftliche Leiter des Hechinger Freilichtmuseums, vermutet, daß Didier Conrad einfach im Internet eine „römische Villa“ gegoogelt hat. Leider ist die Saison für das Museum nun beendet - für das nächste Jahr will man aber mit der Top-Werbung punkten. In der Ausgabe vom 29.10. des Reutlinger Generalanzeigers kann man sich übrigens auf Seite 22 von der verblüffenden Übereinstimmung überzeugen.

"Tübinger um:welten"

Der Landkreis Tübingen will unter dem Corporate Design "tübinger um:welten" seine touristischen Angebote weiter vermarkten und ausbauen. Der Landkreis wird vom 16. bis 24. Januar wieder auf der Touristikmesse CMT in Stuttgart präsent sein. Im Frühjahr soll die vorerst letzte zehnte Themenradtour - eine Streuobst-Tour für Kinder stattfinden, begleitet von einem Printprodukt und Tafeln im Internet. In die Feinplanung geht es im kommenden Jahr mit den Premiumwander- und Spazierwegen im Kreis. Unter dem Dach des Corporate Designs, so Becht, sollen auch "andere Aktiv- und Genusserlebnisse" im Kreis touristisch vermarktet werden




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