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Nachrichten vom 17.10.2014

Flüchtlingsgipfel geplant

Alle Fraktionen des Gemeinderats haben sich dem Antrag der FDP-Fraktion zu einem Tübinger Flüchtlingsgipfel angeschlossen. Der nun interfraktionelle Antrag genoss ein verkürztes Verfahren und gilt nun als beschlossen. Die Stadt- und Kreisverwaltung soll jetzt vorbereitende Gespräche mit möglichen Akteuren führen. Dazu zählen die Gewerkschaften, die Agentur für Arbeit, die Sozialverwaltung, Vereine, soziale Einrichtungen oder die Bauverwaltung. Es müsse darum gehen, die Aufgaben für eine erfolgreiche Integration zu koordinieren und zu erledigen. Wichtige Punkte sind die Vermittlung von Arbeit und Ausbildung, Kinderbetreuung, Sportangebote oder die Suche nach Unterkünften für Asylbewerber und für anerkannte Flüchtlinge. Noch in diesem Jahr soll dann ein erster Flüchtlingsgipfel stattfinden.

Freundeskreis für Flüchtlinge

Rund 75 Leute diskutierten in Ammerbuch, wie man denn am besten Flüchtlingen helfen könnte. Die Gemeindeverwaltung hatte zum Informationsabend geladen - und nicht mit einem solchen Ansturm gerechnet. Bürgermeisterin Christel Halm: "Ammerbuch will helfen - auch wenn es zu Beginn der Debatte noch etwas anders ausgesehen hat" Aktuell leben 28 Flüchtlinge in Ammerbuch, obwohl die Gemeinde laut Quote bis 2015 nur 15 aufnehmen müsste. Die Anschlussunterbringung ist Aufgabe der Gemeinde. Zur Erstunterbringung, die das Landratsamt organisiert, stehen für Ammerbuch nach Halms Worten jetzt 32 Asylsuchende an. Um den meist schwer traumatisierten Flüchtlingen zu helfen, werden viele ehrenamtliche Helfer benötigt. Diese finden sich in Ammerbuch ohne Probleme.

Integration wählen

Am morgigen Samstag findet in Rottenburg in der Mensa des Paul-Klee-Gymnasiums das Integrationsforum statt. Thema des Forums ist „Politische Beteiligung für Migranten“. Die Konstanzer Integrationsbeauftragte Elke Cybulla wird verschiedene Modelle zur Beteiligung von Migranten in der Kommunalpolitik vorstellen. Danach soll diskutiert werden, welches Modell sich für Rottenburg eignen würde. Eine internationale Frauengruppe aus Rottenburg möchte nach diesem Forum Taten sehen. Sie fordert einen offiziellen und gewählten Integrationsbeirat für die Stadt. Die Gruppe hat bereits genauere Vorstellungen; 20 Mitglieder sollen es sein, demokratisch gewählt. Wahlberechtigt sollen alle in Rottenburg lebenden Migranten sein. Der Beirat sollte einmal im Monat tagen. Außerdem soll eines seiner Mitglieder in den Sozialausschuss entsendet werden. Die Gruppe selbst ist aus verschiedenen Sprachkursen heraus entstanden und trifft sich wöchentlich.

Sprache und Integration

Migration in der Kindertagespflege“, so heißt eines der Kursprojekte des Tagesmüttervereins, welches durch die Unterstützung der Paul-Lechler-Stiftung ermöglicht werden konnte. Hierbei trafen sich Tagesmütter und werdende Tagesmütter um sich auszutauschen. Besonders für Frauen aus dem Ausland waren die 10 wöchentlichen treffen, verteilt auf drei Jahre eine große Hilfe, denn sie konnten in Rollenspielen, Übungen und vor allem im Gespräch mit anderen ihre Sprachschwierigkeiten vermindern. Noch dazu gab es Tipps und Informationen und es wurden wichtige Fachbegriffe geklärt um den selbstständig arbeitenden Tagesmüttern in Sachen Steuern und Versicherungen zu helfen.

Move-Projekt ausgezeichnet

Move steht für "Mobilität verbindet" und ist ein Projekt des Gomaringer Freundeskreises Mensch, das seine Anlaufstelle in Tübingen hat. Dabei unterstützen Ehrenamtliche Menschen mit Behinderungen dabei, selbstständig öffentliche Verkehrsmitteln zu nutzen. Das Projekt ist auf vier Jahre angelegt und wird von der Aktion Mensch mit bis zu 250 000 Euro gefördert. Dafür gab es jetzt den mit 10 000 Euro dotierten "mitMenschPreis"der Evangelischen Behindertenhilfe. „Move“ wurde unter 53 eingereichten Projekten ausgewählt. Vorletzten Mittwoch fand die Preisverleihung mit 120 Gästen in der baden-württembergischen Vertretung beim Bund in Berlin statt. Interessierte können sich per Email an move@freundeskreismensch.de wenden.

Neues Zentrum für Präventions- und Klettersport

Am vergangenen Wochenende wurde die Tübinger Boulderhalle in der Bismarckstraße eröffnet. Bouldern ist Klettern, nur ohne Seil und in Absprunghöhe. Die Trendsportart zieht viele an. Der Andrang war deshalb groß. „Viele Leute haben auf die Halle gewartet“, erklärten die Betreiber Manfred Aberle und Andreas Hartmann. Die Halle bietet einen großen Boulderbereich sowie einen Kletterbereich mit Turm. Üblicherweise ist sie die ganze Woche über geöffnet. Ein Großteil des Raums ist den Kletterern des Deutschen Alpenvereins vorbehalten. Die Halle ist aber auch das neue Anlauf-Zentrum für die Tübinger Präventionssportler. So gibt es für sie unter anderem einen über 100 Quadratmeter großen Gymnastikraum mit Schwingboden. Es ist viel Platz für Kurse wie Yoga, Pilates, Hüft- und Kniesport, Mannschaftssportarten und weiteres. Die Präventionssportler trugen ebenfalls einen Teil der Kosten des Gebäudes.

Obdachlose Erstsemester?

Das Studentenwerk der Universität Tübingen richtete, zum Beginn des neuen Wintersemesters Notunterkünfte für Studierende ohne Unterkunft ein. Zwar sei die Lage der Wohnungsnot etwas entspannter als im vorherigen Jahr, dennoch hat das Werk zur Sicherheit zwei Gemeinschaftsräume mit jeweils acht Betten. Für den Raum der Frauen ist bisher kein Bedarf, bei den Männern sind jedoch bereits drei Betten belegt. Toiletten sind vorhanden, für Duschen muss auf das Hallenbad zurückgegriffen werden. Außerdem bekommen die Studenten hier für 45€ ein Startpaket mit Laken, Bettdecke und Kopfkissen. Im katholischen Wohnheim wird es für Studierende ohne feste Unterkunft eine Option geben. Am 15. November werden dort neue Zimmer bezugsfertig sein.

Forstschule Generale

Die Rottenburger Forsthochschule hat jetzt auch ein Studium Generale. Die neue Vorlesungsreihe trägt den Titel "Ressourceneffizienz und nachhaltige Ressourcennutzung - Woher nehmen wir eine zweite Erde?" Es geht um einen effektiven und nachhaltigen Umgang mit Rohstoffen. Das steigert die Wettbewerbsfähigkeit und schont Natur und Umwelt. Von Ende Oktober bis Ende Januar stehen Vorlesungen auf dem Programm. Im November spricht ein Geologe aus Burundi über "Abholzung. Bodendegradation und gravierende Wasserprobleme“ in Burundi und zeigt Lösungsansätze aus einem aktuellen Projekt. Ebenfalls im November kommt Valentin Thurn; sein Vortrag heißt "Taste the Waste - unsere Verantwortung beim Umgang mit Nahrungsmittelressourcen"

Jugendcafé im Weindepot

Nun ist es endgültig bestätigt: Das lange vom Jugendgemeinderat geforderte Jugendcafé wird im ehemaligen "Jaques Weindepot" an der Europastraße eingerichtet. Dies wurde im Rahmen des Kaufs der Fläche von Kupferbau bis zur Schranke der Ammertalbahn beschlossen. Der Vorschlag traf auf die ungeteilte Zustimmung aller Parteien. Das Weindepot, ehemals von der Bahn als Werkstatt für den örtlichen Bahnbetrieb errichtet, steht bereits leer. Die Mietverträge laufen mit dem Ende des Jahres 2014 aus. Wann genau mit der Einrichtung des Cafés beginnt, ist noch nicht bekannt.

Epilepsie-Studie

Daten von rund 9000 Epilepsiefällen und 26.000 Kontrollprobanden aus drei Kontinenten wurden bei einer Studie mit Tübinger Beteiligung analysiert. Durch diese genomweite Assoziationsstudie konnten die Wissenschaftler drei genetische Risikofaktoren bei der Vererbbarkeit von Epilepsien identifizierten. Ein einzelner Risikofaktor reiche jedoch nicht aus, um eine Epilepsie definitiv vorherzusagen, erklärte Prof. Holger Lerche, Vorstand am Hertie-Institut für klinische Hirnforschung.

Ausweichquartier gefunden

Im Herbst 2015 soll das Technische Rathaus renoviert und erweitert werden. Daher müssen die Beschäftigten für ca. zwei bis drei Jahre in andere Büroräume umziehen. Ein Ausweichquartier ist bereits im Blauen Turm gefunden. Die Räume dort reichen allerdings nicht aus, um die 180 Beschäftigten unterzubringen. Deshalb hat die Stadt jetzt weitere Räumlichkeiten am Bahnhof gemietet. Dazu gehört das Bahnhofsgebäude und die Expressguthalle.




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