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Michael Hanisch - Mit einem Skandalstück in die Spielzeit

Die neue Spielzeit der Tübinger Theaterhäuser hat begonnen. So auch im Zimmertheater. Michael Hanisch, seines Zeichens leitender Dramturg des Zimmertheaters, berichtet über die aktuellen Stücke, im Speziellen über die anstehende Premiere von "Reigen" des österreicher Autors Arthur Schnitzler.

Das Stück "Reigen" ist eine Ansammlung an Dialogen, welche sich in zehn Szenen aufteilen. Geschrieben ab 1897 und veröffentlicht 1903, löste es eine gewaltige Welle der Empörung aus. Grund dessen war, dass das zentrale Thema des Stückes Sexualität, sowie die Psyche herum sind, zudem kommt es in jeder Szene (mit Ausnahme der letzten) zum Beischlaf, welcher im Originaltext durch Gedankenstriche angedeutet wird.
In Folge der Reaktionen wurde das Werk ab 1904 in mehreren Ländern, unter anderem in Deutschland und Polen, verboten und wurde zu einem "bekannten unbekanntem Buch". Keiner durfte es kennen, aber jeder hatte es gelesen.
1920 kam es dann zur Uraufführung Berlin, welche mit dem größten Theaterskandal des 20. Jahrhunderts endete. Autor Arthur Schnitzler und seine Schauspielgruppe landeten vor Gericht wegen "Darstellung unzüchtiger Handlungen". Die Anklage wurde fallen gelassen und Schnitzler selbst verhängte ein Verbot über die Aufführung seines "Reigens", welches erst 1982 durch seine Nachfahren aufgehoben wurde.

Wer mehr über die Hintergründe des Stückes, des Autors und der aktuellen Relevanz des "Reigens" erfahren möchte, das gesamte Interview gibt es in voller Länge als Podcast.
Homepage des Zimmertheaters
Direkter Link zu den Vorstellungen des Reigens


Audio

Download (11,48 MB)
Michael_Hanisch_zu_Reigen_Teaser.mp3


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Michael_Hanisch_zu_Reigen.mp3





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