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Nachrichten vom 29.09.14

Reutlinger Doppelhaushalt

Am vergangenen Donnerstag wurde der Haushalt für 2015 und 2016 im Reutlinger Gemeinderat eingebracht. Nach ihm sollen die einzelnen Dezernate jährlich eine Million Euro sparen. Allgemein müsse man mit vielen Einschnitten rechnen. OB Barbara Bosch "Wir müssen etwas tun, sonst wird diese Stadt unregierbar." Es gäbe keinen "Raum für Träume", die Steuer-Zuweisungen seitens des Landes würden sinken. Zudem verursachen derzeit viele Sanierungsarbeiten hohe Kosten, ebenso die Kinderbetreuung, welche den größten Posten im Haushalt darstellt. Bis 2018 werden die Schulden der Stadt Reutlingen auf voraussichtlich 150 Millionen Euro ansteigen.


Klinikranking

Im Qualitätsvergleich deutscher Kliniken hat das Universitätsklinikum Tübingen (UKT) den sechsten Platz belegt. In neun von 16 Fachbereichen erreichte das UKT sogar Spitzenplatzierungen: Bei Alzheimer, Angststörungen, Depression, Brustkrebs und Risikogeburten, Diabetes, Parkinson, Prostatakrebs und Strahlentherapie. Zusammen mit den Universitätskliniken Heidelberg und Freiburg gehört das UKT zu den Top drei in Baden-Württemberg.


Endoskopisches Training

Endoskopietechniken sind für Patienten schonende Verfahren zur Diagnose und Therapie verschiedener Erkrankungen. Beispielsweise wird diese Technik zur Behandlung der Gallenwege und Bauchspeicheldrüsengänge eingesetzt. Doch bergen diese Endoskopietechniken große Gefahren. Das Gelingen eines endoskopischen Eingriffs erfordert gutes Training und somit die praktische Erfahrung der Ärzte. Allerdings kann dieses Training aus ethischen Gründen nicht am Menschen selbst vollzogen werden. Aus diesem Grund entwickelte die Uni Düsseldorf tiermaterialfreie, mit Sensoren ausgestattete Phantome, die als Übungsobjekte der Ärzte dienen soll. Diese Phantome können unterschiedliche Krankheitsbilder simulieren und gleichen der Anatomie des menschlichen Körpers. An diesen Phantomen wird geübt, ein flexibles Endoskop über die Speiseröhre und den Magen in den Zwölffingerdarm einzuführen. Ein solches Trainingszentrum gibt es bereits seit 20 Jahren. Doch bisher versuchten andere Trainingsmethoden die Ärzte zu endoskopischen Eingriffen zu befähigen. Eine Übung verlangte mit einem Endoskop Reiskörner aus einem Pappkarton in einen anderen kleinen Becher zu befördern. In der nächsten Zeit werden 25 Studenten erstmals die neu entwickelte Technik aus Düsseldorf testen.

Geschwisterhaus insolvent

Dem Geschwisterhaus Tübingen gehen die Spenden aus. Der Verein finanzierte sich bisher ausschließlich durch diese. Doch nun ist Schluss damit. Der Verein stellte beim Amtsgericht einen Insolvenzantrag. Bislang unterstütze das Geschwisterhaus Familien, deren Kinder in den Tübinger Kliniken behandelt werden. Zum einen boten sie Übernachtungsplätze für Eltern an und zum anderen ermöglichten Kindertagesstätten die Betreuung der Geschwister von den kranken Kindern, damit die Eltern ihrem Kind einen Krankenbesuch abstatten konnten. Ausschließlich aus den Spendentöpfen zu schöpfen, bedeutete schon längere Zeit finanzielle Probleme. Jährlich fehlten etwa 100.000€. Bis November soll ausgehandelt werden, wie es mit den Kinderklinikverein weiter gehen wird.

Barrierefreies Handlungskonzept

Die Lebenshilfe Rottenburg hat dem Gemeinderat ein 32-seitiges Konzept vorgelegt, welches Menschen mit Behinderung das Leben in Rottenburg erleichtern soll. Das Konzept geht dabei über Dinge wie abgesenkte Bordsteine für Rollstuhlfahrer hinaus und beschäftigt sich auch mit Dingen wie Nachrichten und Beschriftungen in Blindenschrift oder der Einrichtung von barrierefreien Wohnflächen. Wann, über welchen Zeitraum und in welcher Reihenfolge welche Maßnahme umgesetzt werde; müsse man noch besprechen.

Weltweites Handicap

Der Rottenburger Realschullehrer Dennis Klein reiste ein Jahr lang durch 25 Länder und sammelte die Lebensgeschichten von 20 Menschen mit Handicaps. Jetzt möchte er einen Film daraus machen, doch dazu fehlen ihm ca. 100.000 Euro. „In Deutschland kämpfen Menschen mit Behinderungen um Teilhabe,“ sagt er „in anderen Ländern um das nackte Überleben.“ Ein professioneller Berliner Regisseur steht ihm bereits zur Seite. Er produzierte einen Vorfilm, den Klein am Samstag auf der Messe Rehacare in Hannover vorstellte. Unter dem Titel "Das Stille Band der Menschlichkeit" findet man einen Trailer bei Youtube und weitere Informationen bei facebook unter "Inclusion Around The World". Mit der Mail-Adresse amitabhy@aol.com kann man mit Dennis Klein direkt Kontakt aufnehmen.

Unechte Teilortswahl

Auf den Härten wird über eine Änderung des Gemeindewahlrechts diskutiert. Auch 40 Jahre nach dem Zusammenschluss der Härtengemeinden gibt es noch viele ungültige Stimmzettel bei den Gemeinderatswahlen. Man einigte sich darauf, die Bürger bei der Entscheidung miteinzubeziehen, ob die unechte Teilortswahl abgeschafft werden soll. Zuvor sollte man jedoch die komplizierte Wahlprozedur verständlich erklären, lautete ein Vorschlag im Gemeinderat.

Faire Projektwoche

Unter dem Motto "Werde Welt-fair-änderer" fand an der Reutlinger Eduard Springer Gemeinschaftsschule eine Projektwoche statt. Ziel dieser sei gewesen, die Kinder und Jugendlichen eine faire Denk- und Handelsweise bewusst zu machen. Das zwölfköpfige Team des Bund der Deutschen Katholischen Jugend gab dazu auf dem Gelände verschiedene Workshops in Blöcken von jeweils 90 Minuten Länge. So gab es beispielsweise einen Kochworkshop mit Produkten aus der Region und eine Station, bei dem die Kinder aus Müll Spielzeuge basteln konnten. Dies sollte ihnen zeigen, wie in Uganda Spielzeug hergestellt würde. Die knapp 800 Schüler der Eduard Spranger- und der St. Wolfgangschule nahmen das Programm durchweg positiv auf.

Chance Chef,

so heißt ein Planspiel des baden-württembergischen Handwerks, bei dem Schüler in die Rolle eines Unternehmens schlüpfen. Mit einer speziellen Software führen die Schüler eine virtuelle Schreinerei. Die Aufgaben entsprechen den Abläufen im Betrieb. Die Schüler kümmern sich um die Kalkulation und den Personaleinsatz, besorgen Material und behalten die Maschinen im Blick. Es geht darum, sich spielerisch Grundkenntnisse im kaufmännischen Bereich zu erarbeiten. Die Initiatoren wollen Wirtschaft in einer attraktiven Form erlebbar machen. Vier Schulen mit insgesamt fast 250 Schülern nehmen bis jetzt an dem Planspiel teil.




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