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Nachrichten vom 01.09.2014

Umweltförderpreis

Die Stadt Reutlingen hat den bisherigen Umweltpreis umgewandelt in den Förderpreis Umwelt-, Natur- und Klimaschutz. Es ist ein Aktionsfonds über insgesamt 10.000 Euro für modellhafte Ideen zum Thema. Mit dem Förderpreis will die Stadt den Strom-, Wärme und Energiebedarf langfristig reduzieren. Eine Jury aus Stadträten, der Stadtverwaltung, der Fair-Energie, der Hochschule Reutlingen und des Regierungspräsidiums Tübingens wählt die Projekte aus und begleitet sie bei Planung über Durchführung bis zur Fertigstellung. Die Kriterien waren Engagement und Aufwand, Nachhaltigkeit und Kontinuität, Vorbildlichkeit und Nachahmungswürdigkeit, außerdem Originalität. Die Jury hat acht Projekte ausgewählt, darunter ein Blockheizkraftwerk in einem Wohnblock, ein Kochbuch zu Natur- und Umweltschutz, neue Nistkästen oder ein Gleichstromhaus.

Anwohner-Protest

Anwohner des Dußlinger Tunnel-Parks wollen keine Pergola - weil sie nächtlichen Lärm an dem attraktiv gelegenen Pavillon befürchten. Der neue Park in Dußlingens Mitte soll möglichst lebendig werden - sonst ist der große Aufwand verschenkt. Aber nicht zu lebendig, sagen jetzt Anwohner: Sie glauben, dass Jugendliche die neugewonnene Ruhe gefährden könnten. "Ein Streifzug Richtung Alb" ist der Name des langgezogenen Parks, der derzeit mitten in Dußlingen auf der Decke des jüngst eröffneten B27-Tunnels entsteht. Die Gemeinde hat in den vergangenen Monaten viel Kreativität dar auf verwenden lassen, die großzügige Freifläche planen zu lassen. Sie soll zu einem neuen Ort der Begegnung im Dorfzentrum werden, wo früher Lastwagen und Autos die Gemeinde lautstark zerschnitten. Im Zentrum des Parks: ein großer Platz, mit einer langgestreckten Pergola, die bei Bürger- und Vereinsfesten Sonnen- und Regenschutz bieten kann.

Tübinger Baustellen

Nach fünf Monaten Bauzeit ist jetzt die Tübinger Friedrichstraße am Zinser-Eck fertig umgestaltet und ab dem 8. September wieder befahrbar. Sogar in beide Richtungen. Trotzdem ist die Straße schmaler als vorher, weil die Gehwege deutlich breiter sind. Weggefallen ist die Extra Busspur. Wo die Friedrichstraße in die Karlsstraße mündet ist jetzt ein Platz entstanden, wo früher die Verkehrsinsel war. Das in fünf verschiedenen Grautönen verlegte Pflaster soll angeblich Stickoxide binden und damit die Luft verbessern. Die Kosten für den Umbau der Friedrichstraße belaufen sich auf eine Million Euro. Als Nächstes ist die Karlsstraße dran. Dort kommen neue Leitungen in den Boden, dann kommen dieselben Pflastersteine wie in der Friedrichstraße. Am Ende soll die Karsstraße fast autofrei sein.

Neue Herzklappen-Therapie

An der Tübinger Hezchirurgischen Klinik gibt es jetzt eine neue Herzklappen-Therapie. Mit der neuen Technik dauert eine Operation nur ein Drittel der bisherigen Zeit. Außerdem braucht man für die Intuity genannte Herzklappe nur drei statt etwa 15 Nähten. Die minimal-invasive Operationstechnik erfordert nur einen kurzen Schnitt, bisher musste man das Brustbein etwa 20 Zentimeter öffnen. Der Nachteil an der neuen Technik ist der Preis, es kostet das Dreifache. Dafür profitieren davon Patienten, die vorher als inoperabel galten.

Konzepte für Bezahlbaren Wohnraum

In Tübingen fehlt es massiv an bezahlbarem Wohnraum. OB Palmer will die Zahl der Sozialwohnungen in zehn Jahren verdoppeln. 2016 soll am Hechinger Eck ein neues Quartier für etwa 400 Menschen entstehen. Dort könnten ein Drittel Sozialwohnungen entstehen. Ein weiteres Mittel für bezahlbaren Wohnraum könnten Mietobergrenzen für Wohnungen sein. Ein städtischer Wohnungsbaufonds könnte bezahlbaren Wohnraum auch mit privaten Mitteln vorantreiben.

10 Jahre Theater am Torbogen

Seit zehn Jahren betreiben Heidi Heusch und Reinhard Kilian das Theater am Torbogen. Aus einem fahrenden Figurentheater entstand 2004 die erste Rottenburger Kleinkunstbühne. Selbst einen Umzug über den Neckar überstand das Theater bestens und gibt sich im zehnten Jahr so vital wie nie. Heidi Heusch war 20 Jahre Rektorin der Grundschule Hailfingen. Sie gab einigen Kindern Nachhilfe gab und spiele mit ihnen auch Theater. Beim Kindertheater am Torbogen lernen mittlerweile Kinder aus 17 Nationen das Theaterspielen, unter ihnen sind auch Kinder mit Down-Syndrom, solche, die großer Erziehungshilfe bedürfen und Sprachstörungen haben. "Auf der Bühne", sagt Heusch, "ist das weg." Viele würden mit der Zeit selbstbewusster und auch in der Schule besser. Neben dem Selbstbewusstsein kann das freilich auch an der Nachhilfe liegen, sie und ihr Mann den Theaterkindern am Wochenende geben.




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