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Nachrichten vom 21.07.2014

Genossenschaftsladen

Die Idee für einen Genossenschaftsladen im ehemaligen Kino Löwen hat schon 100 potentielle Unterstützer gefunden. Nach dem Aus für den Altstadt-Discounter könnte dieses Modell eine Alternative sein. Der Genossenschaftsladen könnte ein begrenztes Sortiment an Lebensmitteln günstig anbieten. Es bräuchte 500 Leute, die mit je 100 Euro das nötige Startkapital von 50.000 Euro einbringen. Allerdings müsste die GWG das Erdgeschoss im Löwen renovieren und der Genossenschaft zu einem fairen Preis vermieten. Laut GWG-Chef sei das theoretisch möglich, die Miete müss sich aber an den wirtschaftlichen Belangen der Altstadt orientieren.

Regiobahn

Landesfinanzminister Nils Schmid (SPD) sicherte dem Tübinger OB, Boris Palmer eine „faire Lasten- und Risikoverteilung“ für die geplante Regiobahn zu. In einem Gespräch mit Schmid und drei Landräten der Region kam zwar kein endgültiger Beschluss zustande, aber es war dennoch ein erster Schritt in Richtung des Stadtbahnprojekts, einer Elektrifizierung der Strecken von Herrenberg bis nach Bad Urach. Die Finanzierungsanteile von Bund, Land und Landkreisen sind allerdings noch nicht vollständig geklärt. Nichtsdestotrotz bewertete Landesverkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) das Gesprächsergebniss als „keine glatte Zusage, aber das Signal für die Bereitschaft bis Herbst eine positive Lösung zu finden.“

Mehr Umweltzone?

Nachdem sich Tübingens Nachbargemeinden geschlossen gegen die geplante Erweiterung der Tübinger Umweltzone ausgesprochen haben, stellt sich nun das Stuttgarter Verkehrsministerium auf die Seite Tübingens. Die Staatssekretärin Gisela Splett wandte sich bereits am 3. Juli mit einem dreiseitigen Schreiben an die Bürgermeister von Rottenburg, Ammerbuch, Dußlingen, Gomaringen, Kirchentellinsfurt, Kusterdingen, Nehren und Ofterdingen. Darin legt sie dar, weshalb sie die Ausweitung der Tübinger Umweltzone gerade auch auf die Gewerbe- und Industriegebiete für einen Gewinn für die gesamte Region hält. Wichtigstes Argument ist dabei, dass die Betreiber des Schwerlastverkehrs ihre Fahrzeuge umrüsten müssen, da ihre Ziele innerhalb dieser Gebiete lägen, was eine Verbesserung der Luftqualität in der gesamten Region zur Folge habe. Die Befürchtungen der Gemeinden seien nicht wirklich begründet, ihr lägen von keiner der bislang 26 Umweltzonen im Land Erkenntnisse über höhere Verkehrsbelastungen durch Ausweichverkehr in den Nachbargemeinden vor, erklärte die Staatssekretärin.

Tiefe Fluoreszenz

Eine Forschungsgruppe vom Institut für Evolution und Ökologie der Uni Tübingen hat neue Erkenntnisse zum Leuchten von Meeresfischen gewonnen. Die so genannte rote Fluoreszenz spielt wohl auch bei Fischen in größeren Meerestiefen eine wichtige Rolle. Bisher hatte man angenommen, die rote Fluoreszenz funktioniere nur in geringen Tiefen und diene dem Schutz vor UV-Licht. Bei den jetzt untersuchten Fischen leuchteten aber die tiefer lebenden Fische sogar stärker als die weiter oben lebenden. Man müss jetzt eine neue Erklärung finden. Möglicherweise nutzen die Fische ihr Rotlicht, um die Umgebung auf der Suche nach Beute auszuleuchten.

Explore Science

Fünf Schülerteams des Rottenburger Eugen-Bolz-Gymnasiums gewannen beim Explore-Science-Wettbewerb in Mannheim insgesamt 800 Euro. Mehr als 2200 Schüler in rund 800 Teams konnten ihre Kreativität und ihr Basteltalent bei dem von der Klaus-Tschiera-Stiftung finanzierten Wettbewerb unter Beweis stellen. Sieger der Kategorie „Moby Dick,“ in der es darum ging einen Tauchroboter zu entwickeln, war Jonas Dill, der einen Marmeladenglas-Tauchpinguin entwarf.

Heim ins Haus

Die Bewohner der Öschinger Landhaussiedlung dürfen nach dem Bergrutsch im Juni 2013 jetzt wieder zurück in ihre Häuser. Fachleute konnten nachweisen, dass die Tiefendrainagen funktionieren und selbst große Wassermassen schnell abfließen. Außerdem sei der Hang inzwischen zum Stillstand gekommen. Jetzt können die Bewohner ihre teilweise beschädigten Häuser wieder renovieren.

K8-Änderungen

Die Sepa Projekt- und Entwicklungsgesellschaft habe davon Abstand genommen, das Grundstück Katharinenstraße 10 in das Projekt K8 mit einzubeziehen. Dies berichtete Stefan Dvorak, der Leiter des Amts für Stadtentwicklung und Vermessung, am Donnerstag im Bauausschuss. Unabhängig davon plane die Gesellschaft weiterhin das Wohn- und Geschäftshaus an Katharinen- und Hofstattstraße. "Die Bauleitplanung wird an den neuen Sachverhalt angepasst", erklärte Dvorak.

Inklusive Kita

In Lustnau eröffnete die Körperbehindertenförderung Neckar-Alb (KBF) eine neue Kita, in der Kinder mit und ohne körperlicher Behinderung gemeinsam untergebracht sind. Dieses komplexe Konzept ist nicht nur eine Ausnahme für den Raum Tübingen, sondern mit acht Millionen Euro auch ziemlich teuer. Investiert wurde das Geld in moderne Räume wie Werk und Wickel, Ruhezonen und neue Küchen. Für die Betreuung ist Katharina Hartmann zuständig, die ein 12-köpfiges Team von Vollzeit-Erziehern hinter sich stehen hat. Die neue Kita ist bereits seit Juni in der Alten Weberei in Lustnau zu finden.

Familienbündnis

Das Rottenburger Bündnis für Familien will Menschen zusammenbringen, die sich für Familienbelange engagieren. Netzwerke bilden, um sozial schwachen Familien besser helfen zu können - das war das Ziel der 13 Frauen und eines einzigen Mannes in der Sitzung des Familienbündnisses. Oberbürgermeister Stephan Neher betonte in seiner Begrüßung, dass "die Integration von Familien keine Frage der Nationalität, sondern eine Frage der sozialen Zugehörigkeit ist".

Umzug der Bibliothek

Die Schriften des Philosophen Erich Fromm sind momentan bei Psychoanalytiker Rainer Funk gelagert, der damals als Fromms Assistent gearbeitet hatte. Dies soll sich aber jetzt ändern und die gesamten Schriften sollen für die Öffentichkeit zugänglich gemacht werden. In der Tübinger Grabenstraße soll bald die neue Erich-Fromm-Stiftung entstehen, in der ca. 3500 Bücher und Schriften von Fromm zu sehen sein werden. Gefördert wird dieses Projekt von der Karl-Schlecht-Stiftung.

Kalligrafie

Schüler mit und ohne Migration Hintergrund übten sich in der Albert-Schweitzer-Realschule im Tübinger Westen in arabischer Schönschrift. Sabine Albus, Lehrerin für Ethik und Bildende Kunst, hatte den Kurs für die neunten Klassen angeboten. Sie hat einen persönlichen Bezug zum Orient, von dem sie den Schülern erzählte: Nach dem Abitur und während des Studiums verbrachte sie viel Zeit bei einem Beduinenstamm auf der Sinai-Halbinsel. Der Kurs fand großen Anklang: nun kann man die Namen der Schüler und Schülerinnen in goldenen Schriftzeichen auf blauem Hintergrund im Rund des Treppenhauses der Schule bewundern.

German Doctors

 Der Mössinger Arzt Horst Eisold engagiert sich ehrenamtlich bei der Organisation German Doctors, die Hilfsarbeit in Krisenregionen der Welt leistet. Bereits dreimal war Horst Eisold auf Einsätzen, zuletzt war er in Manila, der Hauptstadt der Philippinen, wo er die Ureinwohner, Mangyans, versorgte. Aus den Slums der dritten Welt nimmt der 72-jährige einiges an Eindrücken und Erfahrungen mit und hat erkannt: „Man hat für sich selbst gelernt, dass man nicht immer den europäischen Perfektionismus braucht, sondern auch bescheidener leben kann.




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