Login

 Infos und Regionales


LOKALMAGAZIN


Beiträge & Artikel

Nachrichten vom 30.06.2014

Abschied Michael Lucke


Nach 8 Jahren Amtszeit geht Tübingens 1. Bürgermeister Michael Lucke nun in den Ruhestand. Vergangenen Mittwoch wurde in der Paul-Horn-Arena eine Abschiedsgala gefeiert. Helge Thun führte durch ein zweieinhalbstündiges Programm voller Humor und Ehrungen.


Wohncontainer


Für ca. 35 Flüchtlinge pro Monat gab es bisher Unterkünfte im Raum Tübingens. Diese reichen jetzt aber längst nicht mehr aus. Der Landkreis Tübingen rechnet jetzt mit mehr als 50 Flüchtlingen pro Monat. Dafür gibt es bisher noch nicht ausreichend Wohnungen und Unterkünfte. Deshalb sollen jetzt vorerst Wohncontainer aufgestellt werden. Landrat Joachim Walter betonte aber, dass dies nur eine Übergangslösung sei. Für weitere Maßnahmen und Flüchlingsbauten müsse das bundesweite Baurecht geändert werden. Deshalb sind die Bundesländer jetzt bemüht eine Bundesratsinitiative zu starten. Außerdem möchte der Landrat neue Regelungen für minderjährige Flüchtlinge einführen. Bisher gibt es neun minderjährige Flüchtlinge in Tübingen, die in betreuten Wohngruppen leben. Oft bekommen diese nicht die nötige anwaltliche Unterstützung, um in Deutschland Asyl zu bekommen.


Regiostadtbahn


Die Regionalstadtbahn hat immer noch kein grünes Licht. Der Bund machte keine feste Zusage zur Finanzierung. Die beträgt normalerweise 60 %, Land und Kommunen tragen jeweils 20 % bei. Stattdessen wird eine Gesamtfinanzierungsgarantie verlangt, d.h. Land und Kommunen müssen sich verpflichten, evtl. sämtliche Kosten zu tragen. Trotzdem werden die Planungen weiter fortgeführt, um den Finanzierungsantrag stellen zu können.


Städtepartnerschaft


Eine Delegation aus der türkischen Region Yalova ist seit dem letzten Wochenende in Rottenburg. Bei den Sondierungsgesprächen über eine Partnerschaft besuchte die Delegation Altersheime und die Gemeinschaftsschule Ergenzingen. Eine Delegation aus Vize-Gouverneur Fatih Ahmed Kurt und drei Verwaltungsmitarbeitern besucht derzeit Rottenburg. Das besondere Interesse der Türken galt dabei der kommunalen Sozialpolitik und dem bürgerlichen Engagement. Deshalb besuchte Kurt, der auch einen Sozialdezernenten mitbrachte, Altersheime der Hospitalstiftung. Vor allem interessiert an sozialen Fragen, in Yalova werde derzeit ein großes Altersheim gebaut- ein Thema das in der Türkei relativ neu sei, weil das Thema Altenpflege in der Türkei künftig wichtiger werde, sei man an den Rottenburger Erfahrungen sehr interessiert.


Kinder-Uni


Prof. Gabriele Alex ist Ethnologin. Sie erforscht, wie die Leute in anderen Ländern der Erde leben, an welche Götter sie glauben, was sie in ihren Schulen lernen, wie Kinder und Eltern miteinander umgehen. Ganz wichtig ist auch die Frage, was und wie sich Menschen anziehen. Das unterscheidet sich nämlich sehr. Als erstes wollte Gabriele Alex aber von den knapp 300 Kindern im Kupferbau-Hörsaal wissen, warum man überhaupt Kleidung braucht. Die Antwort kam schnell: "Um sich zu schützen." Schützen muss man sich vor allem vor dem Wetter aber nicht nur, sie schützt auch vor fremden Blicken. Die meisten Menschen zeigen sich ungern nackt in der Öffentlichkeit. Selbst beim Baden trugen deshalb die Frauen früher lange Gewänder. Heute zeigen sie, zumindest in der westlichen Welt, mehr von ihrer Haut. Kleidung dient noch einem weiteren Zweck: der Schönheit. Der Massai-Krieger möchte mit seinen farbenprächtigen Perlenketten um den Hals ebenso bewundert werden wie der Punk, der sich seine Frisur knall grün färbt. Interessant ist, dass die Menschen ganz unterschiedliche Kleider schön finden können.


Mehrgenerationenhaus


Das interkulturelle Mehrgenerationenhaus in der Mauerstraße 2 und das gegenüberliegende Beginenhaus sind offiziell zur neuen Anlaufstelle für ältere Menschen geworden, die im Quartier Altstadt-Weststadt leben. Das Mehrgenerationenhaus hat zwar mit Sprachkursen, einem internationalen Kochkurs, einer Textilwerkstatt, Computerkursen, einem Mutter-Kind-Treff, Schülerkursen in den Ferien und dem offenen Treff einiges zu bieten. Für Wohnanfragen verweist Lanig-Herold aber unter anderem ans Beginenhaus gegenüber - und neuerdings an den "Frauen-Wohntisch" dort. Einmal im Monat treffen sich alleinstehende Frauen und informieren sich bei den Bewohnerinnen des Beginenhauses über mögliche Wohnprojekte. Ingrid Gerth vom Stiftungsrat der Beginenstiftung sieht sich dabei in der Rolle der Beraterin und Informantin für mögliche neue Wohnprojekte. Es gebe sehr viele Frauen, die alleine leben, aber auch über eine schmale Rente verfügten. Für ein neues Wohnprojekt benötige man aber "wohlhabende Frauen" und deren "Solidarität" mit denen, die gerne gemeinschaftlich wohnen möchten, aber wenig Miete bezahlen können.


Neues Gebäude


In Gomaringen soll ein neues Wohn- und Geschäftsgebäude entstehen. Der Platz, an dem das Gebäude gebaut werden soll, dient momentan als Parkplatz. Jetzt soll dort, in der Bahnhofsstraße in Gomaringen ein siebenstöckiges Gebäude entstehen mit Läden, Büros und Eigentumswohnungen. Das Haus soll auf jeden Fall barrierefrei werden, genaue Pläne gibt es jedoch nicht. Außerdem soll ein Parkdeck und weitere PKW-Stellplätze in das Gebäude integriert werden. Die Kreisbaugesellschaft Tübingen plant 2016 mit dem Bau zu beginnen.


City Check


Der Handelsverband Baden-Württemberg führte zusammen mit Studierenden der Dualen Hochschulen eine Stadtbefragung durch. Rund 350 Passanten wurden in der Tübinger Innenstadt zum Thema Altstadt und Einzelhandel befragt. Dabei sind die meisten Tübinger recht zufrieden mit ihrer Stadt, dennoch gab es ein paar Mängel. Es fehlen vor allem Spielplätze und Grünanlagen in der Altstadt. Das Kopfsteinpflaster passe zwar zum Stadtbild, sei aber beispielsweise für Rollstuhlfahrer ungeeignet. Bemängelt wurde auch, dass es zu wenig Herrenbekleidungsgeschäfte gebe. Gelobt wurde die gute Busanbindung, allerdings gebe es zu wenig und nur sehr teure PKW-Parkplätze in der Stadt. Tübingen ist nach Reutlingen und Ulm die dritte Stadt, die bei dieser Studie teilnimmt.




Freies Radio Wüste Welle, Hechinger Str. 203, 72072 Tübingen :: +49 7071 760 337 :: buero@wueste-welle.de