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Nachrichten vom 27.06.2014

Internationales Pit-Pat-Turnier

Beim Pit-Pat gilt es, einen kleinen Ball mit dem Spielstock an Tischen mit Hindernissen in ein Loch zu stoßen. Am Samstag und Sonntag traf sich die Konkurrenz auf der Anlage beim Nehrener Hof. Der Pit-Pat-Power-Club Steinlachtal richtete das erste Internationale Turnier an neuer Spielstätte aus. Pit-Pat ist eine Kombination aus Minigolf und Billard. Es wird auch Hindernis-Billard genannt. Rund 45 Spielerinnen und Spieler aus Baden-Württemberg, Österreich und der Schweiz traten am Samstag im Einzelwettbewerb gegeneinander an. In Gruppenspielen mussten sich die Pit-Patler fürs Finale qualifizieren. Auf dem erstem Platz Andreas Niederl, auf dem zweiten Platz landete Michael Schmid und auf dem dritten Stefan Sulz.

Tablu-Projekt

Das Rote Kreuz bietet in Tübingen ein neues Projekt an, um pflegende Angehörige zu unterstützen. Das sogenannte "Tablu-Projekt" bietet den Teilnehmern eine dreistündige Schulung an, die ihnen helfen soll, ihre Angehörigen im Alltag besser zu pflegen. Gezeigt werden vor allem nützliche Hilfestellungen. Außerdem bekommt jeder ein eigenes Tablet für sechs Monate zur Verfügung gestellt. Dort kann man Tipps und Videos finden, um kranke Verwandte noch besser versorgen zu können. Das Projekt dient vor allem dazu, dass pflegende Angehörige immer einen Ansprechpartner finden können.

Sprenggranate

Ein Bagger hat am Montag bei Bauarbeiten an der Tübinger Aischbachschule eine Sprenggranate ausgegraben. "Ich möchte nicht danebenstehen, wenn sie hoch geht", sagt Kampfmittelbeseitiger Sven Rasehorn auf die Frage nach der zu erwartenden Sprengwirkung der Granate, die er gerade in seinen grünen VW-Bus geladen hat. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst holte das Geschoss aus dem Zweiten Weltkrieg ab. Die Explosion einer solchen Granate würde einen Krater mit mehreren Metern Durchmesser reißen, schätzt Rasehorn. Doch so weit kam es am Montag nicht: "Diese Granate wurde nie verschossen. Der Zünder war noch gesichert." Für die Profis vom Regierungspräsidium Stuttgart war es somit keine allzu große Sache, die Granate ins Auto zu packen und mit in den Sindelfinger Wald zu nehmen, wo der Kampfmittelbeseitigungsdienst Baden-Württemberg stationiert ist.

WTG in der Krise

Seit dem 1. Januar 1999 gibt es die Wirtschaftsförderungs- und Tourismus GmbH (WTG) Rottenburg. Ihre Aufgaben sind Handel, Industrie, Gewerbe, Dienstleistung, Tourismus, Stadtmarketing, Messen, Märkte, Veranstaltungen und Ausstellungen. Da sie weniger einnimmt als sie ausgibt, erhält sie Zuschüsse von der Stadt. Nun hat die Oberfinanzdirektion Karlsruhe entschieden, dass die Zuschüsse einer Stadt an ihre GmbH umsatzsteuerpflichtig sei und fordert Nachzahlungen ausgehend vom Jahr 2010. Für die WTG wären das 140 000 Euro, die diese nicht aufbringen kann. Schon 2011 wollte OB Neher die Aufgaben der WTG durch die Stadtverwaltung übernehmen lassen. Nun ist es wahrscheinlich, daß die WTG aufgelöst und ihr Personal in die städtische Verwaltung integriert wird.

Flüchtlingshaus

In Altingen ist eine neue Unterkunft für Flüchtlinge in Planung. Momentan gibt es 500 Plätze für Flüchtlinge im Landkreis, die jedoch ständig überfüllt sind. Deshalb will man jetzt neue Plätze und Wohnungen im Ammertal schaffen. Vorläufig sollen Container aufgestellt werden, später sollen dann Zwei- und Drei-Zimmer-Wohnungen gebaut werden. Ein Flüchtlingsgebäude soll am Entringer Bahnhof und ein weiteres in Altingen an der Böblingerstraße entstehen. Insgesamt sind 24 Flüchtlingsplätze in Planung.

Bürgerinitiative

Im Betzenried, Reutlingen, baut die GWG 29 Ökohäuser. Der Bebauungsplan ist bereits seit 2010 rechtskräftig, doch nach dem Richtfest des ersten Gebäudes entsteht eine Bürgerinitiative, die gegen die Pläne protestiert. Das Problem sehen vor allem die Anwohner darin, wie die Gebäude erschlossen werden sollen: Die Bismarckstraße soll verlängert werden und im Ring um die Ökohäuser herumführen. Das hat zur Folge, dass die Bewohner der Häuser ca. 1km Umweg fahren müssen, wenn sie nach Pfullingen möchten, was zu erheblichen Mehrbelastungen führen würde. Die Bürgerinitiative macht mobil, obwohl die einjährige Einspruchsfrist bereits abgelaufen ist. Sie wirft dem ganzen Projekt mangelnde Transparenz vor und dass Plan und Wirklichkeit von einander abweichen. GWG und Anwohner stehen sich mit ihren Meinungen gegenüber, die Bürgerinitiative hofft, dass der Gemeinderat den Bebauungsplan noch einmal aufrollt.

Neue Unterführung

Zwischen dem Reutlinger Stadtwald und dem Umweltbildungszentrum und Naturschutzgebiet Listhof soll durch eine Unterführung eine Verbindung geschaffen werden. Diesen Wunsch äußerte die SPD-Fraktion des Reutlinger Stadtrates schon 2008, doch damals wurde der Vorschlag abgelehnt mit der Begründung, eine solche Unterführung koste 200 000 € und außerdem gäbe es bereits eine Unterführung für Radfahrer und Fußgänger in einigen hundert Metern Entfernung von der gewünschten Stelle. Doch viele Fußgänger wagen an der besagten Stelle auf Höhe des Listhofes die gefährliche Überquerung der viel befahrenen Alteburgstrasse. Der SPD-Gemeinderat Treutlein verwies nun auf den Topf der Ausgleichsmaßnahmen für Eingriffe in die Natur, in dem durch die Deponieerweiterung „Saurer Spitz“ und den Scheibengipfeltunnel Geld zur Verfügung stehe. Damit könne man nun auch dafür sorgen, daß nicht mehr so viele Kröten platt gefahren werden.

Besuch aus Brasilien

Sie finden die deutsche Sprache "stark" und können sich auch problemlos in ihr unterhalten: 65 brasilianische Jugendliche erkunden vier Wochen lang Deutschland. Dass sie fast die gesamte Zeit, während in ihrem eigenen Land die Fußball-Weltmeisterschaft stattfindet, in Deutschland sind, ist kein Zufall. Normalerweise kommen die brasilianischen Schüler des Colégios Cruzeiro in Rio de Janeiro während der Ferien im Januar und im Juli zu Besuch hierher.

Schwäbisches Essen

Im Rahmen des Studiums Generale hielt Paul Freedman einen Vortrag an der Universität Tübingen über schwäbisches Essen. Der Historiker der Yale Universität erklärte, dass Spätzle und Maultaschen erst im 18. Und 19. Jahrhundert auftauchten. Im Mittelalter gab es in Deutschland viele süß-saure Speisen, die an indisches Essen erinnern. Maultaschen und Spätzle entstanden vermutlich aus dem italienischen Vorbild der Ravioli heraus.

Auerbach-Preisträger gestorben

Der Tübinger Auerbach-Preisträger Egon Gramer ist am Mittwoch vergangene Woche mit 78 Jahren gestorben. Er schrieb Texte für pädagogische Fachzeitschriften, Hörspiele, Reisefeature, Romane und Erhellendes über Fußball. Bekannt wurde er auch für seine Workshops „Lehrer im Gespräch mit Schriftstellern“.



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